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16.1.2012

Robinson Crusoe, Caruso, noch mehr Caruso und Freitag, der 13.

Abgelegt unter: Zeit-GenossInnen — Paul Boegle @ 03:01


Echte Männerfreundschaft und ein unvergesslicher Strandurlaub

Kaum zu glauben, aber tatsächlich wahr. Die Insel der Glückseligkeit existiert nicht nur in unserer Phantasie. Wieder einmal sehen wir, dass solche unglaublichen Geschichten über wundervolle Männerfreundschaften, noch schönere Spaltköpfe und vor allem ganz bezaubernde mörderisch massenhaft massenmordernde Meuchelmörder einfach nur das echte Leben schreibt. “Freie Zeit“, der Blog für echtes Leben und echte Männer, hat in einer Flaschenpost eine geradezu wunderbare Story gefunden. Und nachdem unser Schluckspecht vom vollen Dienst Paul Boegle die Flasche ausgesoffen hat, haben wir jetzt auch den Inhalt gelallt gesund gefunden.

Robinson Crusoe, Caruso, noch mehr Caruso und Freitag, der 13. in einer rührenden Geschichte rund um echte Männer, eine wundervolle Männerfreundschaft und viel Herzschmerz. Erzählt von Paul Boegle unter gütiger Mithilfe eines Spaltkopfes in Form eines glücksbringenden Rauchfangkehrers bzw. Schornsteinfegers, zwei Tretbooten und einem wundervollen Sandstrand.Die folgende Geschichte, für deren Authentizität ich mich verbürge und welche vor lauter Wahrheitsgehalt fast schon zu schön ist, um wahr zu ein, hat sich an einem Freitag, dem 13. im Jahre Schnee abgespielt. Akteure dieser rührenden Geschichte an einem Freitag, dem 13. im Jahre Schnee eines unbekannten ziemlich warmen Jahres waren, und hierfür stehe ich mit meinem guten Namen gerade, Robinson Crusoe, ein Caruso, noch mehr Caruso und Fridolin Freitag, der 3., der aber lieber der 13. sein möchte, welcher wie schon oft zufälligerweise seit letztem Donnerstag auf dieser Insel der Glückseligkeit seine Sommerferien und zusammen mit Robinson Crusoe, welcher schon seit längerer Zeit auf dieser kleinen, relativ abgeschiedenen Insel der Glückseligkeit lebt und ein gutgehendes Urlaubsressort mit angeschlossener Guillotine betreibt, verbrachte.

Gäste an diesem herrlichen Tag voller Sonnenschein, welcher geradezu zum Plantschen im warmen Wasser und einer Runde Tretbootfahren zu den Klavierklängen von Chopin einlud, waren, und das kann ich aus gesicherten Quellen mit Sicherheit versichern, ein distinguierter Herr namens Enrico David Caruso und sein Vater David Enrico Caruso, der sich zwar mörderisch ohne seine ihm vertraute Arbeitsgruppe, mit der er erst unlängst im Musical CSI Mamma Mia auf der bretternden Bühne stand, langweilte, aber trotzdem gute Miene zum bösen Spiel machte.

Robinson Crusoe (im folgenden nur noch Crusoe): “Guten Morgen, Caruso. Na, gut geschlafen, Caruso?

Caruso: “Danke der Nachfrage, mein lieber Crusoe. Es war traumhaft. Ich hab geschlafen wie ein totes Murmeltier. Und wahrscheinlich genauso gestunken.

Crusoe: “Ich meinte eigentlich Caruso und nicht dich, Caruso. Bei dir, mein lieber Caruso weiß ich ja, dass du genauso stinkst wie ein totes Murmeltier schläft. Deshalb frage ich ja nicht dich, Caruso, sondern Caruso.

Caruso: “Ich dachte mir gleich, Crusoe, dass du nicht mich meinst, sondern Caruso.

Caruso: “Meint Crusoe jetzt mich oder dich, Caruso?

Crusoe: “Wenn ich Caruso gemeint hätte, Caruso, hätte ich schließlich mit Caruso geredet und nicht mit dir, Caruso. Natürlich habe ich dich gefragt, Caruso, und nicht Caruso.

Caruso: “Entschuldige Crusoe, aber ich dachte eben, dass du mit Caruso Caruso gemeint hast und nicht mich.

Caruso: “Siehst du, Crusoe, sogar Caruso hat geglaubt, dass du mit Caruso nicht Caruso meintest, sondern mich.

Crusoe: “Gottverdammt Caruso, es kann doch nicht so schwer sein, dass, wenn ich Caruso sage, auch Caruso meine und nicht dich, Caruso.

Caruso: “Jetzt aber zu etwas ganz anderem. Weißt du eigentlich, mein lieber Crusoe, dass Caruso, bevor du gekommen bist, festgestellt hat, dass heute Freitag, der 13. ist. Furchtbare Geschichte für uns alle.

Freitag der 3., der sich vor lauter Größenwahn zehn Nummern zugelegt und dadurch viel größer gemacht hat, als er eigentlich ist, tritt mit fröhlichem Gesicht, von dem wir allerdings nur etwa ein Drittel bis knapp ein Dreizehntel sehen, auf.

Freitag, der 13.: “Guten Morgen, meine lieben Freunde. Hallo Caruso, servus Crusoe. Na, mein lieber Caruso, gut geschlafen?

Caruso: “Ausgezeichnet, mein lieber Freitag, der 13. Wie ein junges Mutrmeltier nach dem Sterbetag. Und gestunken habe ich genauso.

Crusoe: “Verdammt, Caruso, er hat Caruso gemeint und nicht dich, Caruso. Wie oft noch!

Freitag, der 13.: “Nein, eigentlich, mein allerbester Crusoe, habe ich schon Caruso gemeint und nicht Caruso, sonst hätte ich ja Caruso gesagt und nicht Caruso.

Caruso: “Siehst du, Crusoe, Freitag, der 13. hat nicht mit Caruso geredet, sondern mit mir.

Caruso: “Ich muss aber sagen, dass ich genauso wie Crusoe dachte, als er Caruso sagte, dass Freitag, der 13. nicht mit Caruso sprach, sondern mich meinte.

Crusoe: “Ihr könnt mich alle mal. Ich leg mich jetzt für ein Stündchen unter die Guillotine. Caruso, weckst du mich bitte, wenn Freitag, der 13. wieder vorbei ist.

Freitag, der 13.: “Wohin soll ich eigentlich gehen, Crusoe? Eigentlich wollte ich jetzt mit Caruso ein bisschen Holz hacken, wenn Caruso nichts dagegen hat und Caruso nichts Besseres vorhat.

Caruso: “Nein, wenn Crusoe sich für eine Stunde unters Fallbeil legen möchte, kann ich ja solange Caruso und dir beim Holz hacken zuschauen.

Freitag, der 13.: “Eigentlich dachte ich ja, dass Caruso mir hilft und du, mein allerliebster Caruso, Crusoe weckst. Zumindest hab ich geglaubt, dass Crusoe von Caruso geweckt werden möchte und nicht von dir, mein allerbester Caruso. Aber von mir aus kann mir auch Caruso beim Holz spalten helfen und du Caruso, weckst Crusoe unterm Fallbeil, wenn Crusoe damit einverstanden ist, von Caruso geweckt zu werden und du, mein Freund Caruso, mir hilfst. Natürlich nur für den Fall, dass ich mein Beil finde. Und den Spaltkopf suche ich auch.

Crusoe, der bereits unter der Guillotine liegt, hebt noch einmal den Kopf und rollt dabei mit den Augen, bevor er mit dem Kopf rollt und endgültig die Augen hebt.

Crusoe: “Erstens solltest du, mein lieber Freitag, der 13. nicht an einem Freitag, dem 13. mit dem Beil im freien Fall frisches Holz spalten, weil sonst könntest du ganz schnell neben dem gefällten Holz erkalten. Und zweitens, nur für den Fall, liegt dein Beil gleich neben dem Fallbeil. Und der Spaltkopf steckt im gespaltenen Kopf von unserem gemeinsamen Glücksbringer. Hat ihm zwar kein Glück gebracht, als Caruso ihm den unglücklichen Schädel gespalten hat, weil der Spaltkopf hat beim Kopf spalten ganz gehörig gekracht. So, aber jetzt brauch ich für ein Stündchen absolute letzte Ruhe. Gute Nacht, Caruso. Auf ein baldiges Wiedersehen, mein lieber Caruso. Mach’s gut, mein kopflastiger Freitag, der 3. mit dem Hang zum 13. Apostel.

Während Caruso auf seinem Thron Platz nimmt und Caruso den thronenden Platz neben dem Platz von Caruso einnimmt, um zusammen mit Caruso dem schwitzenden und spaltenden Freitag, dem 13. beim Spalten dank des messerscharfen Spaltkopfes, welchen er an einem Freitag, dem 13. aus dem gespaltenen Kopf ihres gespaltenen gemeinschaftlichen Glücksbringers, dem der Spaltkopf kein Glück, sondern unglücklicherweise nur einen gespaltenen Glücksbringer-Spaltkopf eingebracht hat, gewuchtet hat, macht es Klack und Crusoe lässt sich zum letzten Mal auf der geheimen Insel der Glückseligkeit sein Leben, welches geprägt war von einer tiefen Männerfreundschaft zu einem Caruso und noch einem Caruso und einem Freitag, dem 13., der eigentlich nur ein Freitag, der 3. war, durch den langsam dahinrollenden Kopf gehen.

Und leise schaukelnd löst sich im Hintergrund ein schwankender Schwanenhals, singt lauthals von dankenden krähenden Hähnen und freut sich an spaltbar kopflosen schwarzen Katzen.

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