Wunder über Wunder nach dem Tod von Kim Jong-il
Nordkorea und die ganze Welt staunen über zahlreiche rätselhafte Ereignisse
Nach dem Tod des in und um Nordkorea herum über alles geliebten Führers Kim Jong-il, welcher wahrscheinlich durch kapitalistische Herzrhythmus-Störungspropaganda, einen durch den CIA finanzierten Herzinfarkt (aus Altbeständen der Schweinebucht) oder möglicherweise auch durch eine versteckte und durch den nordkoreanischen Geheimdienst nicht mehr gefundenen Klausel in der bei einer südkoreanischen Versicherung abgeschlossenen Ablebensversicherung mit garantiert abgesicherter Ablebensgarantie verursacht wurde, mehren sich die Anzeichen für unzählige
unerklärliche Phänomene rund um den in seinen Menschenrechtsverletzungen abrupt gestörten irrsinnig heiß Geliebten und seit ein paar Tagen irrsinnig Erkalteten.
Nachdem die wahrscheinlich nicht ganz so regimekritische nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA von einem geisteskranken Kranich berichtet hat, welcher laut übereingestimmten Augenzeugenberichten von 4 287 119 nordkoreanischen OrnithologInnen nach abgestimmt einhelliger Meinung mindestens dreimal im Kurzstreckenflug erlaubterweise, andere Vogelkundler wollen den Delirium tremens Vogel sogar bei 6294 Umrundungen gesehen anvisiert haben, um eine Statue von Kim Jong-ils Vater Kim Il-sung am einstimmig hellen Tag geflogen wurde, bevor sie ihn aus lauter Mitleid mit einer Kurzstreckenrakete abschossen und den toten Vogel dann mit gesenktem Kopf an einen nahen regimekritischen Baum nagelten, kommen nun stündlich neue Phänomene ans nordkoreanische Tageslicht in und rund um Pjöngjang.
Selbst “Freie Zeit“, der Blog für flüchtige demokratische Volksrepubliken und volksdemokratische Republikflucht, kommt aus dem kapitalistischen Staunen nicht mehr heraus. Denn die Medien, böse Zungen sprechen hierbei von vollkommen unsinniger Propaganda, dürften mit ihren Meldungen dieses Mal genau völlig richtig liegen. So wie Kim Jong-il übrigens nach Meinung der vor Schreikrämpfen militärisch Geschüttelten selbst auch. Und so wurden jetzt neben innig geliebten blauen Blitzen und geliebten inneren unerklärlichen Eisstürmen nach dem Tode des geliebten führenden Innungsmeisters die wichtigsten Wunder über Wunder gesammelt und sollen ab nächster Woche in einem 283 033-seitigen wunderschönen Bildband unter dem Titel “Kim Jong-il: Ein toter Mann hält den Atem an” in und um Nordkorea herum in die bereits baufertig geplanten und vorab zum Abbruch freigegebenen Buchhandlungen kommen. Da scheinbar die komplette Natur den Atem anhält und nach dem Tod selbst bei vögelnden und genagelten Kranichen in ihrem Schmerz und der unsagbaren Trauer keine tränendes Auge auf dem anderen bleibt, darf die politisch einhellig vorbestimmte Leserschaft von “Freie Zeit“, dem Blog für verordnete Staatstrauer und traurige Staatsverordnungen, natürlich von diesen großartigen Ereignissen nicht unbehelligt bleiben.
Wie die fast schon unabhängige und beim irrsinnig toten Kim Jong-il irrsinnig geliebte Nachrichtenagentur Korean Central News Agency, ein eng mit der bereits schon abhängig erwähnten und ebenfalls beinahe unabhängigen Nachrichtenagentur KCNA (manche glauben sogar, es handelt sich um ein und dieselbe innig geliebte Propagandamaschinerie) kooperierendes Blatt, welches sich fast kein Blatt vor den Mund nimmt, mitteilt, soll auf einem Felsen ein rätselhafter Schriftzug mit den Worten “Berg Paektu, heiliger Berg der Revolution. Euer ehemaliger geliebter Fels in der Brandung Kim Jong Il” erschienen sein. Die ursprünglich kolportierte Meldung wurde etwas zugunsten des Bambusgerüstes umgeschrieben.
Was auf den ersten und letzten Blick als geradezu unglaublich und unmöglich erscheint und deshalb immer noch unerklärlicherweise vom israelischen Mossad, welcher wahrscheinlich durch eine gut koordinierte Herzattacke aus Restbeständen der STASI für den Tod von Kim Jong-il verantwortlich sein dürfte, stimmt aber nach eingehender Prüfung durch einstimmig unabhängige Experten der “Nordkoreanischen unabhängigen Einstimmigkeitskommission für nordkoreanische unabhängige einstimmige Entscheidungen” zu mehr als 100 Prozent mit jenen von 21 663 810 zu diesem Zeitpunkt versammelten koreanischen FelsenspringerInnen überein, welche an diesem Tage für die nationalen Meisterschaften im einbeinigen Beugehaftsitzen trainierten und während der staatlich verordneten Rumpfbeugehaft über Lautsprecher über das anstehende Wunder informiert wurden.
Ebenso rätselhaft bleibt ein kurz vor dem Tod des zum damaligen Zeitpunkt noch nicht eiskalt geliebten Führers besonders dramatisches Ereignis, welches definitiv mit dem Tod des nordkoreanischen Staatsmannes zusammenhängt und deshalb unter der Kategorie “Das Wunder von Bernpjöngjang” verbucht wird. So hat sich am 14. April 1912, kurz bevor Nordkorea die erste von insgesamt 74 Fußballweltmeisterschaften gewonnen hat, also nur wenige Stunden vor dem durch den russischen Geheimdienst FSB veranlassten letalen Vorhofflimmern mit endgültigem Nachglimmen mittels neuartiger 12-Hertz-Technik aus Restbeständen der STASI (beliefert wahrscheinlich auch den israelischen Geheimdienst Mossad mit gefinkelt ausgeklügelten Herzattacken aus geheimen Lagern des ehemaligen KGB), eine riesige weiße Seegurke plötzlich vor ein kapitalistisches Schiff namens “Titanic” geschoben und mit den Worten “Platz da! Hier kommt Kim Jong-il.” das Schiff mitsamt seinem halbblinden Passagier Pulgasari zum Untergang gebracht. Die Regie zur
gleichnamigen Hollywoodproduktion “The White Sea Cucumber“, die bei uns unter dem Titel “Die weiße Seegurke” für exorbitantes Filmvergnügen und erbrochene stromlinienförmige Wellenbrecher sorgte, führte übrigens der unvergleichliche innig geliebte Kim Jong-il. Neben der Hauptrolle spielte er dabei auch noch sämtliche Nebenrollen sowie die innig geliebten Wellenbrecher.
Die absolute Sensation im Zusammenhang mit dem Tod des obersten Machthabers hat jedoch schon überirdische Symbolik und zeugt von der Grenzgenialität, welche wahrlich grenzenlos in und um und vor allem über Nordkorea und dem angrenzenden Weltraum ist, welcher erst neulich von der STASI von störenden Funkstörungen, welche gewisse Herzrhythmusstörungen empfindlich stören, gesäubert wurde. Wie gestern Astronauten der Internationalen Raumstation ISS per Walkie-Talkie nach ihrem morgendlichen “Im Schlepptau zu Berge” an die Erde funkten, wurde auf dem Mond wie durch ein Wunder die nicht einmal ansatzweise innig geliebte amerikanische Flagge plötzlich gegen die innig geliebte nordkoreanische Fahne ausgetauscht. “Es ist ein Wahnsinn. So etwas habe ich noch nie gesehen. Plötzlich steht da neben dem Mann im Mond ein anderer im Raumanzug und hisst die nordkoreanische Flagge. Das war am 20. Juli 1969, also nur einen Tag vor der amerikanischen Mondlandung, vier Stunden vor dem Gewinn der 68. Fußballweltmeisterschaft durch Nordkorea und kurz nach dem Tod von dem da unten bei euch.“
Wir dürfen gespannt sein, welche Wunder uns aus Nordkorea noch erwarten. Schließlich geht die innig geliebte Führungsriege jetzt in eine neue wunderbar wundersame Runde mit und ohne Kranich.








