Kirchen Überraschung, das erlösende Überraschungsei
Mehr weltlicher Spaß beim sanktionierten Sanctus Spiritus
Wieder einmal ist der Vatikan für eine handfeste Überraschung gut. Damit der Kirche nicht auch noch die letzten paar Gläubigen davonrennen und die Seelsorge in Zukunft nicht nur für die Katz und den Heiligen Geist da ist, macht nun die päpstliche Marketingabteilung “Enorme Patris et Spirituskocher” mit einer noch nie dagewesenen Werbeaktion mobil. Eine formidable
Kirchen Überraschung in Eiform soll die ungläubige Jugend, welche nach Erkenntnis und Meinung der Kirchenoberhäupter die Zukunft der in den Abgrund steuernden Kirche und der abgründigen Kirchensteuer ist, wieder zurück in den Schoß der Glaubensgemeinschaft und besonders auf den Schoß der zahlreichen vom Zölibat geschwächten Geistlichen holen, um die Sorge um die Seele der verwaisten Ökumene wiedererstarken zu lassen. “Freie Zeit“, der Blog für fürstliche Finsternis und finstere Fürsten-Firstdächer, wollte es natürlich neugierigerweise genauer wissen, was es denn mit diesen ominösen Kirchen Überraschungseiern so auf sich hat und bat deshalb um eine pröpstliche Leibesvisitation.
“Wir haben den Auftrag, den vielen zölibatsgeschädigten Priestern einen rauszuholen und dann möglichst einen runterzuholen. Und das meine ich durchaus so, wie ich es sage. Denn viele unserer im priesterlichen Büßergewande Wandelnden wandeln mittlerweile nur noch alleine in den heiligen Hallen, wo dann auch nur noch die einsamen wandelnden Schritte dieser wandelnden Heiligen hallen. Und deshalb besteigen viele unserer arbeitslosen Schafhirten das nächstbeste Kirchendach, um dort in selbstgewählter Isolation auf das jüngste Gericht zu warten. Gut, manche essen auch schon vorher oder naschen heimlich von den liegengebliebenen Oblaten, aber die meisten warten schon drauf, bis das jüngste Gericht fertig ist und essen erst mit dem Glockenschlag. Es ist deshalb unsere Pflicht, da stimmt mir übrigens Papa Ratzefatz einstimmig zu, diese schreitenden Schreitenden vom einsamen gemeinsamen ewig wandelnden Wandeln rauszuholen und vom Kirchendach runterzuholen. Doch, ich muss es leider eingestehen, damit uns dies gelingen kann, müssen wir erst einmal die Glaubensnachwuchsgemeinschaft wieder zu uns zurückholen, bevor wir ans Rausholen und Runterholen denken können. Aber dafür benötigen wir mehr Ministranten, welche sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe stellen wollen. Hat nicht schon unser Glaubensbruder Herbert gesungen, dass diese unsere Priesterwelt in salbungsvolle Kinderhände gehört?”
Der vatikanische Sonderbeauftragte für sonderbare vatikanische Aufträge, Bruder Siegfried der Sonderbare, bringt gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog für überraschende Enthüllungen und katastrophalen Katechismus, klar und deutlich zur Sprache, welch brisante Überraschung das neu besiegelte Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und der
für die Verpackung der Überraschungen zuständigen Firma “Ferromon” bereit hält. Denn in jeder siebten Kirchen Überraschung befinden sich drei Viagra, von denen wiederum jedes siebte höchstpersönlich vom vatikanischen Sonderbeautragten für Seligsprechungen, Bruder Vizenz dem Verstorbenen, selig gesprochen wurde, der wiederum selbst schon von Bruder Waldemar dem Wankelmütigen unter lebloser Mithilfe von Bruder Menowin dem Mithelfenden überraschenderweise glückselig heilig gesprochen wurde.
Während Bruder Egidius der Ehelose und Bruder Urban der Unvermählte die ersten Kirchen Überraschungen an die versammelten Kinder verteilen, welche mit betenden kleinen Kinderhänden und leuchtenden seelig selbstvergessenen Kinderaugen den beiden netten Männern die Eier aus der Hand nehmen, um sie dann vorsichtig auszupacken, ertönt plötzlich eine Kinderstimme und glockenhell erklingt ein “Ich hab die drei blauen Seligsprecher gefunden!” Sanft nimmt ihn Egidius der Ehelose bei der einen Hand, Bruder Urban der Unvermählte nimmt zärtlich das andere Händchen und dann führen sie ihren Erlöser unter den neidischen Blicken der anderen Kinder in die angrenzende Sakristei. Lange hallen die schweren Schritte und das leichtfüßige Trippeln noch nach. “Gelobt sei Jesus Christus! Gelobt sei, was hart macht!” murmeln die kleinen Gläubigen und bekreuzigen sich hastig, während sie die nächsten Kirchen Überraschungen öffnen.






