Paul Boegle neulich im Kino im Katastrophenfilm “The After”
Arsch Vivendi Productions presents: “The After - Voll im Arsch“
Die Filmgemeinde ist ausnahmsweise einer Meinung und dementsprechend ist auch “Freie Zeit“, der Blog für Gesäßverbreiterungen und Gefäßerweiterungen, voll des Lobes über den neuesten Blockbuster aus dem Hause “Arsch Vivendi Productions“. Denn mit dem Katastrophenfilm “The After“, welcher in den deutschsprachigen Kinosälen mit Beginn der nächsten Woche unter “Voll im Arsch” durchstarten und sicherlich die Kassen der öffentlichen Toiletten und sonstiger Notdurftanlagen notdürftig bis zum Rand oder notfalls sogar darüberhinaus füllen wird, dürfte wohl der absolute Filmhit der Saison werden. Die Geschichte bietet natürlich nicht unbedingt Neues, aber dafür ziemlich viel Altes, was doch wieder ziemlich neu ist, weil eben niemand damit rechnet, dass die alte Geschichte soviel Neues nicht bieten kann und deshalb auf Althergebrachtes zurückgreift, was nicht unbedingt neu, aber dafür umso älter ist.
Wieder einmal steht die Menschheit vor dem alles entscheidenden Toilettengang. Leere Klopapierrollen, fehlende Klobürsten und riesige mutierte Darmbakterien haben die letzten überlebenden Menschen an den Rand des Darmverschlusses gebracht. Unter der Führung des singenden und gentechnisch veränderten Helden Hansi Hinternseher in der Rolle des “GenDarm Flora” rüstet man sich nun zum alles entscheidenden Gefecht und einem erstklassig in Szene gesetzen Sitzstreik gegen die Bruderschaft vom Eiligen Stuhl, um der drohenden Darmverschlingung zu entgehen und der Welt wieder zu freiem Stuhlgang zu verhelfen. Bösewicht Austretbruder Anal Ogibär, gespielt von Hulk “Gesäßmuskel” Klogang und sein Helferswischer “Wishful Sinking” spielen den Helden dabei fast an die hintere Wand. Besonders die Neuentdeckung Anus Praeter in seiner
ersten großen Toilettenrolle geben dem Kinofilm eine besonders eigentümliche Geschmacksnote.
Doch “The After” ist sicherlich kein Film für schwache Magennerven und erfordert eine beträchtliche Menge Spülgänge, um der komplizierten und sehr gewundenen Handlung folgen zu können. Regisseur Martin Prothese macht es dem Publikum nicht einfach, die verschiedenen übelriechenden Stränge der Geschichte immer auseinanderzuhalten und folgt dabei einem Muster ohne Muster, welches es deshalb irrsinnig schwierig macht, das Muster zu erkennen.
Doch wilde Verfolgungsjagden in den düsteren Schluchten fiktiver Dickdärme, eine minutenlange Scheißorgie zwischen den verfeindeten Parteien und ein Feuerwerk an großartigen Ausdünstungen sowie eine äußerst euphonische Kakophonie entschädigen für die mitunter schwache Story. Dass die Liebe bei Prothese nicht zu kurz kommt, macht den Film besonders schmackhaft. Alleine der ungewöhnliche Kameraschwenk in einer einzigen Einstellung erst in einem Schließmuskel und gleich danach unter einem tosenden und rauschenden Durchfall macht das cineastische Meisterwerk sehenswert. Dass sich der Filmemacher dabei der fast schon in Vergessenheit geratenen Dolby Surround Hämorrhoiden bedient, macht aus dem Sehgenuss dann auch das perfekte Hörvergnügen.
Die Produzenten von Arsch Vivendi haben den Erfolg aber auch bitter nötig. Denn seit dem Zweiteiler “Der Urinstein der Weisen” und “Die Kübel von Avalon“, der besonders durch seinen sagenhaften Zweizeiler “Ich bin der Urinstein der Weisen, denn ich bin der Kübel von Avalon!” wohl in die Filmgeschichte eingehen dürfte, konnte das Traditionsunternehmen keinen großen Blockbuster mehr verbuchen. Paul Boegle kann deshalb seinen LeserInnen “The After” ohne Einschränkungen empfehlen.

