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28.10.2011

Fliegender Fisch muss Pilotenschein abgeben

Abgelegt unter: Zeit-Geschichten — Paul Boegle @ 09:20


Flugzeugkatastrophe nur um Grätenbreite vermieden

Wie erst jetzt bekannt wurde, konnte während des Landeanflugs auf eine Nordsee-Filiale in Frankfurt/Main an einem der letzten oder vorletzten Vormittage bzw. gestrigen oder vorgestrigen Nachmittage eine Beinahe-Katastrophe über dem Flugraum und dem angrenzenden Hafenbecken nur mit viel Glück verhindert werden. Wie der Sprecher desFliegender Fisch muss Pilotenschein abgeben. Flugzeugkatastrophe nur um Grätenbreite vermieden. Fliegendem Fisch Pilotenschein abgenommen. Saufgelage in Cockpit mit hochprozentigem Lebertran. Der Co-Pilot, ein flugunfähiger Oktopus mit sieben Promille Lebertran in der Tinte, steuerte die Maschine. Paul Boegle, welcher in der voll benetzten Maschine saß, hatte alle Schutzengel an Bord, an Steuerbord und einige auch an Backbord. Berufsverbandes der Piloten, Flugingenieure und fliegenden Fische “Aquarium ohne Grenzen” nun vor laufenden Turbinen und dem anwesenden vollgelaufenen fliegenden Fisch sowie seinem ebenso vollen Co-Piloten, einem Oktopus aus dem südlichen Atlantikraum, bekanntgab, werden die beiden Meeresbewohner bis zur endgültigen Klärung der Vorfälle vom Dienst supendiert und müssen bis dahin die Scheiben des hauseigenen Salzwasser-Aquariums im Flugtower putzen. Die Feststellung, “dass er ja wohl kein Putzerfisch, sondern ein fliegender Fisch sei“, dürfte dem versoffenen Individuum jetzt auch nicht mehr helfen.  

Freie Zeit“, der Raketenwerfer-Blog für dünne Luft, dicke Dinger und Luft-Luft, Luft-Boden, Boden-Luft, Boden-Boden, Wasser-Luft, Wasser-Wasser, Boden-Wasser, Luft-Wasser, Wasser-Luft, Wasser-Boden, Luft-Wasser-Boden und andere bodenlose Raketen zu Wasser, auf unter unter der Erde sowie irgendwann in der Luft, hörte sich dementsprechend hinter den Trockenfischdocks und in den Abfertigungshallen um und weiß einiges, was natürlich auch Sie wissen sollten. Zum Beispiel, dass Luxus-Tauchreisen eine schöne Möglichkeit bieten, die Untererde-Welt in 1,80 Meter Tiefe zu entdecken und dabei zu besonders tiefen Erkenntnissen führen und dort viele noch unentdeckte Virenherde und Würmer auf Sie lauern. Was jetzt aber nichts mit fliegenden Fischen zu tun hat. 

Nach Angaben der Flugsicherung und des örtlichen Fischereiverbandes und der zufällig vor Ort und Anker liegenden, stehenden, sitzenden und schaukelnden Wasserschutzbehörden waren der fliegende Fisch und sein Co-Pilot, eine Krake aus dem mittleren Mittelmeerraum (der schon einige Male laut grölend durch den Stillen Ozean mit seinen Kumpanen schwamm), welche für die voll benetzte Maschine verantwortlich waren, völlig flugunfähig und voll bis unter beide Kiemen. Obwohl seit dem letzten Jahr vollständiges Lebertranverbot an Bord und an Steuerbord und selbstverständlich auch an Backbord herrscht, fand die Putzkolonne mehrere Flaschen mit 80-prozentigem Lebertran unter den Sitzen. “Wir müssen davon ausgehen, dass der fliegende Fisch aufgrund des Lebertran-Konsums bis zur Schwanzflosse voll war. Von seinem Co-Piloten, einem Tintenfisch aus dem nördlichen Eismeer, wissen wir bereits, dass er mehr als sieben Promille in der Tinte hatte. Zumindest hat uns dies der für die Tintenprobe zuständige Veterinärmediziner so mitgeteilt. Was die Sache allerdings wirklich zu einem Problem macht, ist die Tatsache, dass der aus dem Polardorschkreis stammende Oktopus nicht einmal flugfähig ist und die Maschine gar nicht steuern dürfte. Er hat weder eine gültige Fluglizenz noch andere Lizenzen zum Tröten und Löten. Warum er also neben seiner befreundeten vollen Strandhaubitze saß und am Schluss nur noch lag, ist uns unbegreiflich. Was die beiden da soffen und sich hinter die Kiemen schütteten, war hochexplosiver als frisch destilliertes Flugbenzin.

Die Pressesprecherin und Hochseeanglerin der betroffenen Fluggesellschaft “Schuppenflechte - Autoimmune Autopiloten fliegen für Sie” versicherte jedoch: “Wir werden die Vorfälle sehr ernst nehmen und drängen selbstverständlich darauf, dass so schnell wie möglich, lückenlos und grätenfrei aufgeklärt wird. Ich darf Ihnen hier und heute und an dieser Stelle und wenn Sie wollen, auch dort und morgen und an anderer Stelle zur gleichen Zeit am selben Ort versichern, dass so etwas nicht wieder vorkommen wird. Wir werden in Zukunft sehr genau schauen, welche Fische unsere Maschinen steuern. Und Tintenfische werden wir in Zukunft nur noch zum Essen servieren einsetzen. Ode vielleicht werden wir Ihnen auch die Tintenfische selber als Essen servieren.”

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