Hamsterkäufe: Goldhamster vom Aussterben bedroht
WWF fordert für Goldhamster verstärkten Schutz
Die UmweltschützerInnen von WWF, Global 2000 und Greenpeace schlagen Alarm. Durch verstärkte Hamsterkäufe ist der Bestand der possierlichen Nager drastisch gesunken. “Das Hamster kaufen hat in den letzten Jahren geradezu exzessive Ausmaße angenommen. Wenn die Leute weiterhin solche Hamsterkäufe wie bisher tätigen, werden wir auf kurz und lang und kurz bis halblang und natürlich halblang bis knöchellang keine halbtoten und schon gar keine halb lebendigen Goldhamster mehr haben. Wir hab
en die Restbestände an lebenden, tiefgefrorenen und aufgetauten Hamstern bei den großen Superhamsterketten “Interhamster”, “Hamster Spar”, “Ham, Eggs And Hamster”, “Hamster Diskount” sowie “SuperHamster” und all den anderen Hamsterkauf-Paradiesen erst diese Woche erheben lassen. Die Zahlen sind alarmierend. Von ehemals 24 Milliarden Goldhamstern, welche, wie wir alle wissen, schon seit der letzten Kleinen Eiszeit in den Kühlregalen ihr Winterquartier gefunden haben und ab April, wenn die ersten Sonnenstrahlen das Hamsterfell wärmen, in die Gemüsefächer und manchmal sogar in die Süßwaren-Abteilung, diese kleinen Schleckermäuler, in ihr Sommerquartier wechseln, sind etwa 19 Milliarden durch übermäßige Hamsterkäufe verschwunden. Wir fordern deshalb ein sofortiges Verbot von Hamsterkäufen.“
“Freie Zeit“, der Blog für kurze Schwänze und dicke Backen, hat nun die Zahlen, Daten und Fakten recherchiert und kam zu einem noch schlimmeren Ergebnis. Denn in den oben genannten Supermärkten fand sich trotz intensivster Suche in den Kühlaggregaten und Gemüsefächern und anschließendem Wühlen auf den von Hamstern gerne besuchten Wühltischen nicht ein einziger Goldhamster. Und das, obwohl mehrere Dutzend Hausfrauen und ein paar arbeitslose Broker der Frankfurter Börse tatkräftig bei der Suche mithalfen, weil sie das Motto der Suchaktion mit “Gold hamstern” verwechselten.
Dies bedeutet, der klassische Goldhamster ist so gut wie ausgestorben. Nur noch vereinzelte Exemplare, es werden bereits unter der Hand und auf dem Tisch Summen von bis zu vier Bisamratten für einen einzigen guterhaltenen weiblichen Hamster auf ebamster geboten, finden sich in speziellen Delikatessengeschäften und Drogeriemärkten. Für ein trächtiges sieben Monate altes Exemplar hat ein Käufer acht Feldmäuse, siebzehn Lemminge und zwei amerikanische Buschratten hingelegt. Doch trotz dieser Unsummen dürfte die Zeit der großen Hamsterkäufe endgültig Geschichte sein. Die Zeiten, in denen man ein Kinderzimmer nicht einmal betreten konnte, ohne zumindest einen quietschenden Hamster unter die Füße zu bekommen, sind wohl für alle Ewigkeit vorbei.
Allerdings gibt es noch einen kleinen Funken Hoffnung am Horizont. Nach Aussage des WWF haben sich in letzter Zeit die Bestände der Säbelzahntiger erstaunlich gut erholt. Und auch der in Südeuropa wieder angesiedelte Brontosaurus hat scheinbar schon einige Eier gelegt. Klonforscherinnen und Gentechniker halten es deshalb für sehr wahrscheinlich, dass in Zukunft die verwaisten Laufräder wieder nette Bewohner bekommen könnten. Dabei geben sie den Tipp, diese Laufräder jetzt schon einmal durch geeignete Stahlrahmen und Beißkörbe verstärken zu lassen. Sozusagen ein neues Klon-Dike am Himmel der Goldhamster und Goldwäschereien. In New York, Frankfurt, Zürich, Mailand oder wo auch immer. Und die Wallstreet wird zu Wal-Mart. Und Goldfische und Silberfischchen zu lukrativen Spekulationsobjekten. Und die Finanzwelt dreht sich weiter. Mit Goldhamster und ohne Goldhamster. Hamsterkäufe, der klassische Weg für ein Stück Konsumglück!


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