Pinocchio macht Werbung für Waschmittel Brauner Riese
Nach illegalen Preisabsprachen ist der hölzerne Lügner mit der langen Nase idealer Partner
Nachdem Europas Wettbewerbshüter über die involvierten Unternehmen Procter & Gamble sowie Unilever eine Rekordstrafe wegen illegaler Preisabsprachen von 315 Mio Euro verhängt hatten, hat sich nun der dritte Hersteller Henkel, welcher die anderen beiden verpetzt hatte und aufgrunddessen ohne Geldstrafe weiter seine weiße Wäsche waschen und bilanzieren darf, einen prestigeträchtigen Lügner allererster Güte aus den trüben Abwässern gefischt und in die werbewirksame Waschtrommel geholt. Denn der beliebte Kinderstar Pinocchio soll das neue Waschmittel “Brauner Riese” werbeträchtig und natürlich werbeprächtig in die heimischen Wohnzimmer und Waschküchen tragen.
Henkel-Pressesprecherin Klementine Klammer-Konsumkacke gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog für finanzielles Trommelfeuer und Waschperlen vor den börsennotierten
Säuen: “Mit Pinocchio haben wir unseren Wunschkandidaten bekommen. Natürlich haben unsere Vorstandsmitglieder selbst recht lange Nasen vom vielen Verbraucherlügen, aber sowas wie den Pinocchio gibt es nicht einmal in unserer Vorstandsetage. Wir wollen unseren kleinen Lügenbaron soweit bringen, dass er schon im zweiten Werbespot etwa 800 Meter mit unserem neuen Waschmittel “Brauner Riese” verdreckte Wäsche auf seiner Nase aufhängen kann und gleichzeitig den Hausfrauen und Hausmännern den vollkommen überteuerten Dreck überzeugend verkaufen kann. Und ich denke, das sollte uns eigentlich gelingen. Wir haben seine Nase von unseren Technikern vor und nach der ersten Probe für unseren neuen Werbespot gemessen. Und nachdem Pinocchio die 28 Worte herunterrasselte, war seine Nase um sagenhafte 623 Meter und 53 Zentimeter länger als vor der Werbelüge. Wenn er jetzt noch ein bisschen überzeugender wird, denke ich, dass wir sogar um die 900 Meter erreichen können, auf denen wir unsere dreckige Wäsche aufhängen können. Wenn das nicht funktionieren sollte, werden wir halt statt 28 Wörtern ein paar mehr in den Werbespot einbauen.”
“Freie Zeit“, der Blog für weichgespülte Birnen und frisches Fallobst von der Leine, wollte in diesem Zusammenhang natürlich auch von Kartell-Konkurrent Procter & Gamble wissen, ob der unlängst publik gewordenen Rauswurf von Meister Proper, welcher ja wegen scheinbarer Drogenprobleme und seiner Rastafrisur die polierte Werbeplatte räumen musste, in Zusammenhang mit der im April verhängten rekordverdächtigen Geldstrafe in Höhe von 211 Millionen Euro stehe. Dazu der sechsstimmige Pressesprecher-Kanon unter der hervorragenden Führung von Pressesprecher Ariel von Fleck im Arsch, einem unehelichen Nachkommen des genialen Wolfgang Amadeus Mozart (”Die Entführung aus dem Waschsalon” Kochwaschgang-Verzeichnis 2, “La Klementine di Ariel” Kochwaschgang-Verzeichnis 24a, “Waschtagmesse in f-Halbvoll” Kochwaschgang-Verzeichnis 147, “Konzert für Buntwäsche, Schmutzwäsche und Weichspülen mit 40 Grad” Kochwaschgang-Verzeichnis 712): “Leck mich im Arsch g’schwindi, g’schwindi! Leck im Arsch mich g’schwindi! Leck mich, leck mich, leck mich, leck mich, leck mich. Leck mich, leck mich, leck – g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!“
“Danke für das Gespräch! Und weiterhin viel Erfolg beim Wäsche waschen. Und natürlich Geld waschen. Und selbstverständlich Kunden waschen. Verzeihung, Kunden verarschen meinte ich natürlich.”






