Paul Boegle neulich in der Sendung mit der geilen Maus
Ein geiler blauer Elefant, eine geile Lach- und Sachgeschichte und natürlich eine geile Maus
Kinder aufgepasst! Die Sendung mit der Maus präsentiert neue geile Lach- und Sachgeschichten, welche wahrscheinlich für himmlische Begeisterungsstürme sorgen werden. Und mit dabei natürlich wie immer der kleine notgeile u
nd immer noch blaue Elefant mit seinen beiden geilen Rüsseln. Und selbstverständlich auch wieder die entzückende geile Maus. Und “Freie Zeit“, der Blog für kinderfeindliche Berichterstattung und jugendgefährdendes Bestattungswesen, durfte bei den kräftezehrenden Dreharbeiten zur neuen Staffel den Akteuren bei ihrer Arbeit zuschauen.
Und was die kleine Maus und der blaue Elefant boten, ist einfach nur geil, um einmal die Spreche der Jugend zu verwenden, und verschlägt einem förmlich den Atem. Wer bisher dachte, dass die Teletubbies das Maß aller Dinge sind, Winnie Puuh ein frivoler kleiner Sodomist ist und Ernie ohne Bert keinen hoch kriegt, wird angenehm überrascht sein, dass es noch eine Steigerungsmöglichkeit in Sachen Höhepunkt gibt. Die Dialoge sind kindgerecht und einfach gehalten, aber mit viel Wortwitz und Liebe fürs Detail sorgen sie durch die spritzige Art des gut gelaunten Elefanten für dauerhaftes Fernsehvergnügen und betonen gekonnt die verschiedenen Nuancen von Oben und Unten. Immer wieder hat das liebenswerte Rüsseltier mit dem tierischen Liebesrüssel die Lacher auf seiner Seite, wenn er sich von einem Höhepunkt zum nächsten trompetet und der vor ihm knieenden Maus die Führung überlässt, welche sie mit beiden Pfoten fest in Händen hält und liebevoll hin und wieder her, vor und dann wieder zurück und auf und ab und von links nach rechts und auch wieder von oben nach unten und sonst wohin reibt, ohne aber vor lauter Rubbeln und Reiben auf das finale blubbernde Treiben zu vergessen.
Dass die geile kleine Maus dabei manchmal mit vollem Mund spricht und die klebrigen Hände nicht am Taschentuch, sondern am blauen Schwanz des Rüsseltieres abwischt und der entzückende blaue Elefant unartikulierte und zum Teil auch unverständliche Laute ohne Zusammenhang von sich gibt, sind eine der wenigen Kritikpunkte, was aber durch besonders einfühlsame und leicht zu begreifende Lach- und Sachgeschichten wieder mehr als wett gemacht wird. Vielleicht ließen sich diese wenigen Fehler durch geeignete Untertitel ausmerzen und bereitliegende Taschentücher
bereinigen.
Vom pädagogischen Standpunkt überzeugt die neue Staffel vollkommen, würde aber sicherlich noch mehr an Tiefgang gewinnen, wenn die Maus nicht dauernd zwischen den Beinen des Dickhäuters herumlümmeln würde und dort wie ein Saugnapf mit zwei überdimensionalen Ohren wirkt, sondern auch irgendwann einmal die bereitgestellte Table Dance Stange verwenden würde, um noch mehr pädagogischen Schwung in die Geschichte zu bringen.
Ob allerdings die doch sehr kurze Sendezeit von 25 Minuten auf Dauer die Bedürfnisse der Familienväter und möglicherweise auch alleinstehenden Männer ausnahmslos und vor allem ausreichend befriedigen kann, wird erst die Zukunft zeigen. Etwas mehr und auch längere geile Lach- und Sachgeschichten hätten sich die meisten sicherlich schon gewünscht.

