Himmel auf Kopf gefallen: Zwei Männer tot!
Gott in Frankreich begeht folgenschweren Fehler
Ein tödlicher Unfall hat sich gestern während einer größeren Völkerwanderung in der hauptsächlich von der keltischen Minderheit bis hin zur keltischen Ausgestorbenheit besiedelten gallischen Provinz Gallia
Narbonensis ereignet. Im Zuge von Restaurierungsarbeiten am Ozonloch fiel dabei ein tonnenschweres Stückchen Himmel wie aus heiterem Himmel aus dem heiteren Himmel zwei Männern auf den Kopf und begrub die beiden unter Unmengen von Himmelsgewölbe und anderem interstellaren Bauschutt. Die beiden Gallier, deren Identität bisher noch nicht feststeht, konnten unter den Massen nur noch tot geborgen werden.
Der Gott von Frankreich, welcher seit seiner Pensionierung vor mehreren Jahrtausenden über dem beschaulichen kleinen Dorf seinen Lebensabend genießt und sich nur selten unter die DorfbewohnerInnen mischt, bedauert den Zwischenfall und hat den Hinterbliebenen Entschädigungszahlungen versprochen. Sein Pressesprecher Friedrich Nietzsche erklärte gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog für löchrige Himmelserscheinungen und maßgeschneiderte Hinkelsteine, dass die mit den Ausbesserungsarbeiten beauftragte Baufirma zur Rechenschaft gezogen wird. “An dem ganzen Desaster ist wahrscheinlich ein gefallener Engel schuld. Denn obwohl es Vorschrift ist, dass bei solchen Arbeiten am ziemlich löchrigen Himmelsgewölbe alle gesichert sein müssen, ist dieser Dilettant auf dem provisorisch gespannten Himmelszelt ohne Sicherungsseil herumgeturnt. Irgendwann dürfte er dann sein Gleichgewicht verloren haben, ist durch die Zeltplane gestürzt und hat beim Aufschlagen auf dem darunter befindlichen Himmel ein ziemlich großes Stück herausgebrochen. Nun, und das fiel dann eben unglücklicherweise auf die beiden Männer unten. Allerdings muss ich sagen, dass ein Hinweisschild mit “Vorsicht Baustelle” extra noch unten aufgestellt wurde. Warum die beiden Gallier also da standen, ist nicht klar. Ich denke, die waren einfach nur neugierig und wollten schauen, was sich da oben bei uns tut.”
Auf die Frage unseres wankelmütigen Auslandsreporter Paul Boegle von “Freie Zeit“, dem Blog für paradiesische Zustände und höllische Stürze, ob der gefallene Engel zur Rechenschaft gezogen wird, erklärte uns Herr Nietzsche: “Ich bedauere, aber von diesem Dilettanten fehlt bisher jede Spur. Entweder der liegt mit gebrochenen Flügeln und gebrochenem Genick auch noch unter den Trümmern begraben oder er hat sich schon längst ins Ausland abgesetzt. Ich persönlich wünsche ihn ja in die Hölle, aber dort bauen sie gerade selber um. Soweit ich weiß, bekommen die eine neue Fußbodenheizung und sowas kann dauern.“
Die örtlichen Baubehörden untersuchen den Unglücksfall akribisch. Ob aber grob fahrlässiges Verhalten vorliegt und die Baustelle nicht vorschriftsmäßig gesichert wurde, konnte uns die Baupolizei zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht mitteilen. Dass der Klimawandel jedoch mit der ganzen Sache zu tun hat, steht für die ermittelnden Behörden zweifelsfrei fest. “Wenn es das Ozonloch gewesen wäre, was von da oben runter gekommen wäre, hätte es sicherlich die komplette Völkerwanderung erschlagen.”

