Raketenwerfer stellt neuen Weltrekord auf
Sensationeller Freiluft-Weltrekord im Raketenwerfen
Bei den Internationalen Offenen Meisterschaften im Raketenwerfen, welche wie jedes Jahr von der NATO veranstaltet wurden, hat der amtierende Weltmeister “Rocket-Man” die erst im letzten Afghanistan-Krieg aufgestellte Bestmarke von 2332,66 Kilometer um sensationelle und unglaubliche 47,21 Kilometer übertroffen. Der nicht für möglich
gehaltene Raketenweitwurf-Weltrekord wurde dabei durch besonders günstige Windverhältnisse und den Einsatz eines völlig neu entwickelten Flugbenzins ermöglicht, welches im sechsten und letzten Versuch von “Rocket-Man” in die Treibstofftanks gefüllt wurde.
Unter den Augen zahlreicher Verteidigungsminister, der spanischen Verteidigungsministerin Carme Chacón und “Freie Zeit“, dem Blog für resolute Resolutionen und Lenkflugkörper mit besonders leichtgängiger Servolenkung, gelingt dem Raketenwerfer, was bis dato als nicht machbar erschien. Er schleuderte die speziell angefertigte und mit 16 besonders aerodynamischen Atomsprengköpfen bestückte Rakete mehr als 2500 Kilometer weit in ein feindliches Gebiet, von dem aufgrund des überraschenden Weltrekordes bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststand, dass es feindlich war und erst durch eine rasch ausgearbeitete Kriegserklärung zu feindlichem Gebiet erklärt werden musste, um den Raketenwerfer-Weltrekord überhaupt als solchen vor dem NATO-Oberbefehlskommando und anderen staatlich verordneten Schreckensherrschaften als solchen anzuerkennen.
Dass bei dem gültigen Versuch nicht alle 16 Atomsprengköpfe explodierten, sondern nur 13 zur Detonation kamen, erklärte die Fachwelt damit, dass der Aufprallwinkel einfach zu flach war. Doch da das Reglement nicht zwingend das Explodieren aller Sprengköpfe vorsieht, sondern § 16 der Statuten eine Mindestdetonation von 75 Prozent aus ausreichend erklärt, wurde der Weltrekord nun auch in sämtlichen Diktaturen anerkannt. Einige Verteidigungsministerien überlegen nun sogar, ob sie dem erfolgreichen Sportler nicht die Staatsbürgerschaft anbieten sollten, um sich weitere Weltrekorde und Goldmedaillen in Zukunft für das eigene Land zu sichern. Da das Regelwerk eine Doppel- oder auch Mehrfachstaatsbürgerschaft für international tätige Raketenwerfer nicht ausdücklich verbietet, steht “Rocket-Man” eine glorreiche Karriere bevor.
Doch trotz des Erfolges zeigte sich “Rocket-Man”, welcher das Raketenwerfen erst seit einigen Jahren professionell betreibt und davor politische und wirtschaftliche Nebelgranaten aus Leidenschaft und “nur so zum Zeitvertreib” in die österreichische Landschaft schleuderte, wie er sich ganz bescheiden vor laufenden Kameras ausdrückte, kritisch. “Ich muss noch dringend an meiner Technik arbeiten. Besonders der Aufschlagwinkel macht mir Sorgen. Nur 13 von 16 möglichen Sprengköpfen, wie mir mein Trainer gerade mitteilte. Da liegt noch sehr viel Arbeit vor mir, bis ich eine erstklassige Interkontinentalrakete hinlege. Aber bis zum nächsten Krieg bin ich sicher schon viel besser, das kann ich versprechen!“
Die Siegprämie in Höhe von drei vergoldeten Atomsprengköpfen möchte der selbstlose Raketenwerfer übrigens für hilfsbedürftige Menschen zur Verfügung stellen. In Zeiten von weltweiten Hungerkatastrophen eine sehr gute und vor allem großzügige Geste.

