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4.9.2011

Tier-Skandal: Schlange an kandiertem Apfel erstickt

Abgelegt unter: Zeit-GenossInnen — Paul Boegle @ 13:05


TierschützerInnen klagen Eva und Adam Müller-Wetzenstein

Ein neuer Fall von Tiermisshandlung beschäftigt derzeit die Medien und demnächst wohl auch die Staatsanwaltschaft. Doch was sich das kinderlose Ehepaar Adam und Eva Müller-Wetzenstein an Grausamkeiten gegenüber ihrer ungefährlichen Schlange “Gandolf” einfallen ließen, grenzt bereits an Sadismus, wie die Vorsitzende Klarabella Vierkant-Siebenwurz von der Tierschutzorganisation “Vier Knoten” erklärt und stellt die Ereignisse rund um die anhaltende Götterdämmerung auf dem Olymp völlig in den Schatten. Frührentner Adam Müller-Wetzenstein, welcher aufgrund einer fehlenden Rippe seinen Job als Metzgermeister schon vor Jahren aufgeben musste und seither im eigenen Schrebergarten Apfelbäume veredelt sowie seine Gattin Eva Müller-Wetzenstein, geborene Maier-Tierskandal im Paradies. Adam und Eva wegen Misshandlung ihrer Schlange “Gandolf” auf freiem Fuß angezeigt. Das sadistische Ehepaar fütterte die unter furchtbarer Karies leidende Schlange solange mit kandierten Äpfeln, bis Gandolf aus der Schlangenhaut fuhr und förmlich platzte.Wittgenstein und geschiedene Wetzenstein-Wittgenstein, wurden von der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß angezeigt und müssen sich vor dem Zivilgericht für Schlafsachen für ihre Gräueltaten verantworten. Denn Eva und Adam haben ihre Schlange “Gandolf” solange mit kandierten Äpfeln gefüttert, bis das arme übergewichtige Reptil förmlich aus der eigenen Schlangenhaut gefahren und während des Schwarzfahrens geplatzt ist.

Dass der Fall, welcher eigentlich schon sehr lange zurückliegt, überhaupt bekanntgeworden ist, haben wir einem glücklichen Zufall zu verdanken. Und zwar hat der örtliche Pfarrer letzten Sonntag in seiner Predigt erwähnt, dass Frau Eva und Herr Adam Müller-Wetzenstein, für die beiden gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung, was mir zwar nicht ganz klar ist, aber sei’s drum, irgendwann wegen eines Bagatelldeliktes aus ihrem ehemaligen Haus delogiert wurden. Ich glaube, da ging es um Mundraub oder einen Diebstahl von einem Apfel oder so etwas in der Art. Genau weiß ich das jetzt auch nicht, aber das ist sowieso egal. Was ich weiß, war das zwar kein Haus, sondern nur ein unbebautes Grundstück, also eigentlich nur ein Garten mit viel Luft drumherum. Doch irgendwie dürfte der Hausherr ziemlich sauer gewesen sein und hat die beiden deshalb hochkant hinausgeworfen aus ihrem kleinen Paradies, wie die beiden das so nennen. Aber die beiden dürften danach auf alles einen Hass gehabt haben, was durch die Landschaft gekreucht und gefleucht ist. Und aus diesem Grund haben sie ihrer eigenen Schlange, ein wunderschönes Exemplar mit zwei prächtigen Beisserchen übrigens, dann einen kandierten süßen Apfel nach dem anderen hineingestopft. Gut, die Beisserchen litten wegen der einseitigen Kost schon unter furchtbarem Kariesbefall, aber Gandolf platzte ganz einfach aus seinem Anzug.”

Freie Zeit“, der katholische Blog für den Wessen- und den Sündenfall sowie für Genitiv und Genesis, hat natürlich seinen besten Mann auf die Misshandlungsvorwürfe gegen Frau Eva und Herrn Adam Soundso angesetzt und Paul Boegle alias “Snake Plissee” oder auch “Rächer der Gegerbten” und natürlich auch “Das erschöpfte menschliche Keuschheitsgelübde im zweiten Fall” hat erschreckende Sündenfälle zu Tage gefördert. Denn nicht nur die beiden Angeklagten dürften ihr Haustier “Gandolf” einem fortlaufenden Martyrium ausgesetzt haben, sondern der gesamte Freundes- und Bekanntenkreis des Ehepaares ist wegen diverser Vergehen aktenkundig. So soll Großonkel Noah Archibald Archie, ein Vetter siebten Grades, mitsamt seiner Frau und den drei Söhnen und sogar deren Ehefrauen ein Schleppernetz ungeahnter Ausmaße aufgebaut haben und auf dem Seeweg seltene Tierarten, welche unter geradezu tierischen Bedingungen im Laderaum eines Schiffes zusammengepfercht waren, auf dem Seeweg nach Europa importiert haben, ohne diese jedoch bei den Zollbehörden zu deklarieren. Dies ist umso verwerflicher, da viele dieser Tiere vom Aussterben bedroht sind und eigentlich aufgrund des Artenschutzabkommens gar nicht aus den Heimatländern ausgeführt werden dürften.

Ein weiterer Fall beispielloser Tiermisshandlung aus dem Umfeld von Adam und Eva wurde erst jetzt publik. So hat der bisher nicht aktenkundige und als unbescholten geltende Bürger Johannes Bernardone, den aber unerklärlicherweise alle nur Franz nennen, aus dem kleinen Nachbarort Assisi unter dem Druck der Öffentlichkeit zugegeben, einen wilden Wolf, der in einer Nachbargemeinde des Nachbarortes mit Namen Gubbio hauste, mit psychologischen Tricks und seelischer Folter so manipuliert zu haben, dass aus dem armen Wolf ein geisteskrankes Lamm ohne eigenen Willen wurde. Und unter dem Zutun dieses feinen Herrn musste der sonst so stolze Wolf sich ab sofort sein tägliches Fressen durch erniedrigendes Betteln und Hausieren verdienen.

Dieser Wolf im Schafspelz geistert übrigens noch immer durch die Weltgeschichte und predigt von so mancher Kanzel im Zeichen des Kreuzes.    

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