Freie Zeit, freie Meinung, freie Gedanken

25.8.2011

Traumgage: Mainzelmännchen wechseln zu Rupert Murdoch

Abgelegt unter: Zeit ist Geld — Paul Boegle @ 03:39


Medienmogul Murdoch kauft ZDF-Trickfiguren aus laufendem Vertrag frei

Der wegen des britischen Abhörskandals in die Schusslinie geratene Rupert Murdoch hat die sechs Mainzelmännchen aus ihren bis 2031 laufenden Verträgen losgeeist. Wie die Fernsehzeitschrift “Telegen und genital” in einem kurzen Artikel zwischen dem Fernsehprogramm am Dienstag und jenem am Mittwoch auf Seite 17 schreibt, dürften dem milliardenschweren Medienzar die Dienste der sechs Mainzelmännchen einen dreistelligen Millionenbetrag wert sein. Der ZDF-Programmdirektor bestätigte jetzt auf Nachfrage von “Freie Zeit“, dem Blog für Werbeblocks und Blockhäuser mit Satellitenanschluss, dass das Angebot einfach zu verlockend gewesen sei. “Wir haben zwar erst im Mai 2011 die Staatsverträge für die sechs Mitarbeiter um weitere 20 Jahre bis zum Jahr 2031 verlängert, aber angesichts des Angebots von Herrn Murdoch konntenMainzelmännchen starten großen Lauschangriff in Zukunft für Rupert Murdoch. Der Medienmogul kauft die ZDF-Trickfiguren aus ihrem Staatsvertrag frei. wir einfach nicht nein sagen. Und außerdem darf man nicht vergessen, dass die Mainzelmännchen, welche ab sofort nicht mehr so heißen, sondern wahrscheinlich in “Murdoch-Men” umbenannt werden, in Zukunft in einer ganz anderen finanziellen Liga mitspielen. Ich denke, dass jeder meiner Jungs sicherlich an die vier bis sechs Millionen britische Pfund verdienen wird. Pro Werbeblock-Unterbrechung, nicht pro Jahr, versteht sich. Und in puncto Abhörskandal macht es auch Sinn: Mit dem zweiten hört Herr Murdoch ganz einfach besser.

Ein zufällig herumliegendes Abhörband, welches mehr als zufällig unserer menschlichen Zufallswanze Paul Boegle zugespielt wurde, enthüllt die Details des Millionen-Deals. So sollen die Mainzelmännchen als “Magic Murdoch-Men” oder kurz “Triple M” in Zukunft im Hause Windsor, in den Schlafgemächern der Queen, dem britischen Ober- und Unterhaus sowie bei der jeweiligen Premierministerin, welche aber durchaus auch ein jeweiliger Premierminister sein darf und anderen britischen Persönlichkeiten von Interesse, Rang und Namen großangelegte Lauschangriffe starten. Ein Budget von einer Milliarde britischen Pfund, pro Werbeblock-Unterbrechung, nicht pro Jahr, versteht sich natürlich, soll dafür Sorge tragen, dass auch wirklich alles auf den Zeitungstisch und in die Fernsehsender kommt, was von Interesse sein könnte oder auch nicht.

Um eine möglichst hohe Effektivität und größtmöglichen Nutzen für die LeserInnen und ZuschauerInnen nicht nur in Großbritannien zu bekommen, ist bis auf weiteres geplant, die “Murdoch-Men” in drei Observationsteams aufzuteilen und mit speziellen Sonderaufgaben zu betrauen. Wie “Freie Zeit“, der Blog für Flüsterparolen und LeisetreterInnen, aus den Protokollen erfahren hat, werden die beiden Ex-Mainzelmännchen “Edi” und “Det“, welche unter den Namen “Magic Eye Edi” und “Magic Mushroom Det” im Murdoch-Imperium Spitzeldienste leisten sollen, eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe bekommen. Die beide, welche schon in Deutschland und dort beim ZDF mit dem zweiten immer besonders gut gesehen haben, dürfen sich rund um die Uhr mit den Schlafgewohnheiten der britischen Queen beschäftigen, was in den heutigen sehr hektischen Zeiten sicherlich eine anspruchsvolle Aufgabenstellung ist und nach Dafürhalten unseres Sonderkorrespondenten sicher für mehr als nur eine schlaflose Nacht sorgen wird.

Dass sich das House of Lords, welches das Oberhaus im britischen Parlament darstellt, nicht gerade begeistert von den Plänen von Mudoch zeigt, dürfte dementsprechend klar sein. Wie der Vorsitzende des House of Lords, Lord J.R.R. Fellowship of Rings and Firearms seiner Frau Lady J.R.R. Fellowship of Rings and Firearms während des täglichen 5-Uhr-Tees auf der wöchentlichen Boston Tea Party zuflüsterte, sei er “not amused” und hätte es viel lieber gesehen, wenn die Teletubbies diese Rolle altehrwürdiger Spionagetätigkeit übernommen hätten. Dass diese unbedacht geäußerten Worte bereits sieben Minuten später im Murdoch eigenen Pay-TV-Sender “SpySky” gegen Gebühr zu hören und durch ein farbiges Standbild des Lords und seiner Lady zu sehen war, dürfte an den beiden ehemaligen Mainzelmännchen “Magic Bullet Berti” und “Fritzchen the Wise Man” liegen, welche eine Spezialausbildung in Sachen großer Lauschangriff absolviert haben.

23.8.2011

Anthropologen finden bisher unbekannte Urzeitmenschen

Abgelegt unter: Zeit-los — Paul Boegle @ 08:51


Menschheitsgeschichte muss vollkommen neu geschrieben werden

Eine Forschergruppe der University of Dartford in der britischen Grafschaft Kent hat während Baggerarbeiten für eine Umgehungsstrasse vom Bahnhof der kleinen Stadt Dartford nach London vier bisher vollkommen unbekannte Urzeitmenschen entdeckt. Die bestens erhaltenen menschlichen Vorläufer des heutigen Homo sapiens lagen nur wenige Meter abseits eines schon lange geschlossenen Grammophon-Ladens sehen aus, als würden sie förmlich noch leben, teilte der Leiter der anthropologischen Abteilung am Institut für Menschheitsgeschichte “Freie Zeit“, dem Blog für Ausgrabungen und Einäscherungen, mit. “It is really amazing, how naturally the four men are looking. It seems they were alive.” Dr. J. Kyll-Hyde führt diesen Umstand darauf zurück, dass sich die Menschen wahrscheinlich wesentlich gesünder ernährt haben als es der moderne Mensch heutzutage tut, wie das internationale Wissenschaftsmagazin “Suspect Science” in seiner August-Ausgabe berichtet.

Anthropologen entdecken vierköpfige Sippe von männlichen Urzeitmenschen in Dartford in der englischen Grafschaft Kent. Die Fossile der Frühmenschen weisen frappierende Ähnlichkeiten mit Mick Jagger und Keith Richards von den Rolling Stones auf.Besonders einer der Urzeitmenschen, welchen die Wissenschaftler mittels einer DNA-Probe des rechten Leberlappens, welcher durch noch unbekannte konservatorische Techniken wie der eines Neugeborenen auf dem Seziertisch liegt, eingehend untersuchten, könnte nach Meinung der Experten ein Alter von schätzungsweise 20 bis 25 Jahren erreicht haben. “Für unsere heutigen Verhältnisse erscheint das sicherlich nicht viel. Aber wenn wir bedenken, in welchen Verhältnissen diese damaligen Menschen lebten, ist das eigentlich ein Methusalem der Steinzeit. Es ist beachtlich, wie sich diese Menschen, ich denke, dass sie sogar noch vor den Neandertalern den Erdball bevölkerten, gegen die Naturgewalten und natürlichen Feinde mit ihren primitiven Waffen und Gerätschaften behaupten konnten.” Dass es sich um eine bewusste Konservierung des inneren Organs dieses Mannes handelt, beruht allerdings nur auf einer geäußerten Vermutung, da auch bei den anderen drei vorgeschichtlichen Menschen eine Analyse von Gewebeproben ergab, dass sich in den Körpern Unmengen von Spuren und Substanzen abgelagert haben, welche aber erst noch eingehend untersucht werden müssen. “Was wir aber definitiv sagen können. Diese Urzeitmenschen hatten ein sehr fundiertes und ausgeprägtes Wissen über die Anwendungsmöglichkeiten von Heilpflanzen, Kräutern und mit Sicherheit auch flüssigen Elixieren. Gut möglich, dass sie aufgrund dieser sehr hohen pharmazeutischen Qualität dieser Mittelchen, wie wir heute im 21. Jahrhundert sagen würden, so ein hohes Alter erreichen konnten.”

Interessant ist außerdem, dass eines dieser menschlichen Fossile eine ausgeprägte und überdurchschnittlich große Mundpartie aufweist, wie Vermessungen des Schädels ergeben haben. Die Anthropologen vermuten, dass es sich bei dem Mann dementsprechend um einen Hohepriester oder Druiden handeln könnte, welcher durch Sprechgesänge oder Beschwörungsformeln eine besondere Stellung innerhalb der kleinen Gemeinschaft eingenommen hat. “Die Sippe war sicherlich nicht viel größer als vielleicht sechs bis acht Personen. Aber bis jetzt haben wir nur diese vier Urzeitmenschen ausgegraben. Dass es sich bei allen vieren um Männer handelt, davon können wir mit Sicherheit ausgehen. Aber anhand des Kaumuskels und der Ausformung des Jochbogens können wir davon ausgehen, dass sich die gefundenen Fossile von den Schimpansen abgegrenzt haben. Das fehlende Oberkiefer-Diastema zeigt uns deutlich, dass es sich nicht um Primaten, sondern um menschliche Wesen handelt.”

Ob an der Fundstelle in der Nähe des kleinen Bahnhofs “Rolling Stoned Train” auch noch weibliche Sippenmitglieder gefunden werden, wollte Dr. J. Kyll-Hyde zwar nicht ausschließen. Doch dies erscheint eher unwahrscheinlich, da es sich bei dem kleinen Verband wohl eher um Jäger gehandelt haben dürfte, welche gerade auf Beutezug waren oder von einer erfolgreichen Pirsch in die heimischen Höhlen zurückkehrten. Dr. Kyll-Hyde und sein Forschungsteam haben zu Ehren der Fundstelle die bereits aufrecht gehende Gattung als “Rollingopithecus stonarensis” getauft.

Um Ihnen nun einen Eindruck zu geben, wie diese Frühmenschen und Vorgänger unserer heutigen Gattung Homo sapiens ausgesehen haben könnten, haben wir die gefundenen Fossilreste in die Gerichtsmedizin am Wiener Narrenturm überstellen lassen, um dort ein zwei irrsinnig teure 3-D-Modelle dieser Urzeitmenschen anfertigen zu lassen. “Freie Zeit“, der Blog für kostspielige Angelegenheiten und exorbitant hohe Spesenabrechnungen, möchte sich in diesem Zusammenhang bei seinem Hauptsponsor “Six Pack - The Origin Ripped Rubber Board” für die finanzielle Unterstützung bedanken, ohne den diese Rekonstruktion nicht möglich gewesen wäre.

21.8.2011

Franck Ribéry verklagt Bayern München wegen Mobbing

Abgelegt unter: Zeit-GenossInnen — Paul Boegle @ 01:22


Der Mittelfeld-Star der Bayern steht völlig im Abseits

Mobbing beim FC Bayern München. Wegen dauernder Abseitsstellung durch Schweinsteiger, Robben oder den neuen Neuer verklagt der Franzose Franck Ribéry jetzt die Bayern und Uli Hoeneß. Das Arbeits- und Distanzschützengericht muss in erster Instanz über den Fall entscheiden.Der begnadete Franzose Franck Ribéry, welcher bereits seit mehreren Jahren die Nummer 7 für den deutschen Rekordmeister FC Bayern München trägt, hat nun gegen seinen Arbeitgeber Klage wegen fortgesetzten Mobbings am Arbeitsplatz vor dem Unterlandesgericht München eingereicht. Als Hauptgrund nennt seine Anwältin gegenüber dem Fußballmagazin “Sport Tilt! - Der kaputte Sportstammtisch” die permanente Abseitsstellung im Verein und besonders auf dem grünen Rasen, welche für den Dribbelkünstler nach Meinung eines psychologischen Gutachters zu ungerechtfertigten seelischen Qualen geführt hat, welche wohl nur durch einen Wechsel zu Real Madrid oder dem Münchner Konkurrenten TSV 1860 München beendet werden könnten. Nachdem Ribérys Wunschverein, die SpVgg Unterhaching, den Bayern wegen der kolportierten Ablöseforderung in Höhe von 216 Mio Euro in letzter Minute eine Absage erteilte und sich um das Geld lieber den Münchner Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg kauften, wird der Fall wohl demnächst vor dem freistaatlichen Arbeits- und Distanzschützengericht Feldmoching-Hasenbergl in erster Instanz verhandelt werden.  

Die Fronten mit dem Management sind verhärtet. Und das, obwohl jeder Woche für Woche auf dem Platz sieht, dass mein Mandant dauernd ins Abseits gestellt wird. Der wird gemobbt, aber vom Allerfeinsten. Ich möchte ja diesem neuen Neuer und diesem alten Robben nichts unterstellen, aber wenn ich mir das so anschaue, glaube ich schon, dass die beiden den Franck ganz bewusst ins Abseits stellen. Und dass der Basti, also der Herr Schweinsteiger, der immer so lieb tut auf dem Platz, wahrscheinlich sogar mit diesen schwarzen Männern, welche da die ganze Zeit nebenher laufen und dauernd so laut pfeifen, der Ober-Mobber überhaupt ist, steht doch für mich außer Frage. Weil, und das sollten Sie einmal beobachten, jedes Mal, wenn Herr Ribéry zu rennen anfängt und den Ball will, gibt der Basti ihm den erst, wenn er ganz weit weg von den anderen steht. Das zeigt doch deutlich, dass die mit ihm nichts zu tun haben wollen. Und sobald der Franck diesen runden Ball hat, fängt der schwarze Mann wie wild an zu pfeifen und alle heben die Hand und zeigen mit ihren dreckigen kleinen vermobbten Fingern auf meinen armen Klienten. Und dann beschimpfen sie ihn ganz furchtbar und drohen ihm mit der Faust und klatschen in Richtung von diesem korrupten schwarzen Mann, weil der das wieder richtig toll gemacht hat. Und draußen an dieser weißen Linie steht sein Freund und winkt ihm mit so einer Fahne zu und zeigt, dass es wieder mal der Franck gewesen sein soll. Jedes Mal denke ich, dass kann’s doch nicht sein. Aber die stellen ihn 90 Minuten oder manchmal, wenn sie so richtig pervers drauf sind, sogar über zwei Stunden lang ins Abseits. Meist fragt der schwarze Mann nach eineinhalb Stunden oder so etwa, ob sie den Herrn Ribéry für heute schon genug gemobbt haben. Und wenn die nein sagen, dann dürfen sie nochmal für eine halbe Stunde ihren Spaß mit dem armen Hund haben, also den Franck meine ich natürlich.”

Während sich die Anwältin richtig in Rage geredet hat und ihrem Schutzbefohlenen, welcher die ganze Zeit mit leeren, traurigen und verträumten Augen auf das Trainingsgelände der Münchner schaut, wo seine Mitspieler lachend in der warmen Nachmittagssonne die LohnzMittelfeldstar Franck Ribéry vom FC Bayern München steht dauernd im Abseits. Deswegen verklagt er jetzt seinen Arbeitgeber Bayern München wegen Mobbing. Uli Hoeneß fällt fast vom Münchner Thron.ettel und Spielerprämien miteinander vergleichen, die zarte Hand streichelt, wird unser Fußballexperte Paul Bögle von “Freie Zeit“, dem Blog für Moby Dick, dicke Gehaltsschecks und fettes Mobbing, plötzlich Zeuge, wie der im Dress des FC Bayern München neben uns sitzende Ribéry plötzlich aufsteht und zornentbrannt auf den Platz rennt. In seiner Hand hält er die vorbereitete Klage wegen andauernden Mobbings. Und fuchsteufelswild rennt er auf einen älteren Herrn mit schütterem Haar zu und übergibt ihm die Anklageschrift.

Das da ist der Uli Hoeneß, habe ich mir sagen lassen. Was der genau bei diesem Verein macht, habe ich noch nicht rausgefunden. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass er der Platzwart oder sowas in der Art ist. Kann aber auch sein, dass er nur die verschwitzten und dreckigen Spielertrikots waschen muss. Warum er dem die Mobbing-Klage gibt, weiß ich zwar auch nicht, aber was soll’s. Ist ja eh nur eine Kopie.” Achselzuckend beobachtet die gut gekleidete Dame die Szene, während sie gelangweilt in ihrer Teetasse die letzten Reste Süßstoff verrührt.  

20.8.2011

Mann hat nach Gehirnwäsche Schleudertrauma

Abgelegt unter: Zeit-Geschichten — Paul Boegle @ 06:46


Tragisches menschliches Schicksal des lesenden Fernsehzuschauers Paul Boegle

Paul Boegle erleidet nach jahrelanger Gehirnwäsche ein telegenes Schleudertrauma auf Lebenszeit. Der Bild und Buchstaben Leser Boegle wird nun auf Wunsch verschiedener Privatsender in der brandneuen Castingshow “Gehirnwäsche-Stars” als Juror auf Lebenszeit beginnen. “Freie Zeit” gratuliert ganz herzlich!Was bereits in mehreren erstklassigen Naherholungszonen für angewandten Stillstand, ebensowenig in ein paar zweitklassigen Mittelstreckenraketen für geistigen Tiefflug und auch in einigen letztklassigen sogenannten Tageszeitungen stand, wurde nun auf Nachfrage von “Freie Zeit“, dem Blog für Einzeller und Mehrzeiler, Gewissheit.

Wie uns die vollkommen konsternierte und von den Folgen des Schocks gezeichnete Ehefrau von Paul Boegle, welchem die Gehirnwindungen im letalen Oberstübchen blütenweiß reingewaschen und abgekocht wurden, in einem ersten Telefongespräch mitteilte, wurde ihr über alles geliebter Gatte ohne synaptisches Spaltmaterial Opfer einer gut durchdachten Gehirnwäsche auf allerhöchstem Niveau, welche nach Meinung verschiedener Mediziner durch das anschließende Schleudertrauma wohl für einen lebenslangen geistigen und zugleich motorischen Endplatten-Durchhänger verantwortlich sein dürfte. Selbst eine sofort eingeleitete öffentlich-rechtliche Defibrillation konnte Herrn Boegle nicht mehr aus seinem Privatsender-Wachkoma zurück in die Realität holen.

Frau Boegle: “Wir haben nach Rücksprache mit unserer Hausärztin wirklich die besten Ärzte und Spezialisten konsultiert. Als erstes bin ich natürlich zu dem sehr kompetenten Dr. Stefan Frank gefahren. Weil dem kann ich als Frau einfach vertrauen. Aber ich glaube, das lass’ ich ab jetzt lieber, so nebenbei gesagt. Dann habe ich meinen Mann zu diesem äußerst sympathischen Bergdoktor geschleppt. Und danach zum benachbarten Landarzt unten im Dorf. Der hat uns aber sofort in die Schwarzwaldklinik überwiesen. Aber weil die gerade renovieren und erst noch die Berge von Leichen im Keller waschen müssen, sind wir direkt zu diesem wirklich entzückenden Dr. Bruckner. Aber der war gerade mit dem hervorragenden Alphateam im OP, also habe ich meinen Gehirngewaschenen und Traumageschleuderten gepackt und bin …

Es ist für einen kurzen Moment still in der Leitung und die liebevolle Gattin holt hörbar Luft, bevor sie uns weiter vom unvorstellbaren Telenovela-Elend ihres geliebten Synapsen-Zombies und Rezeptor-Regungslosen erzählt. “Ja, also wo war ich? Richtig, also weil die alle im OP waren, sind wir dann zuerst in die Praxis Bülowbogen und von dort zu dieser Frau, wie heißt die doch schnell wieder? Auf alle Fälle nicht Prinzessin Stefanie, ich glaube nur Stefanie hieß die. War aber keine Ärztin, sondern nur eine ordinäre Krankenschwester. Aber ich sag Ihnen jetzt was. Diese deutschen Ärzte, die sind alles nur Kurpfuscher und Dilettanten. Also hab ich zwei Flugtickets gekauft, weil fliegen darf er ja, trotz seines Schleudertraumas und dann sind wir ab nach Amerika. Wollte ich sowieso schon immer mal hin, aber mit dem Alten war das kein Spaß. Und …

Wieder ist es still in der Leitung. Nur das deutliche Luftholen unterbricht für einen kurzen Augenblick die furchtbare Leidensgeschichte des Geschüttelten und Gerührten. “Ja, und dann natürlich zu diesem wunderbaren Dr. House. ein bezaubernder Mann, aber ich glaube ja, dass der sich irgendwas den ganzen Tag reinwirft, so wie der drauf ist. Deswegen habe ich meinen Weichgekochten genommen und habe mir erst einen Termin bei Dr. Westphall und danach in dieser anerkannten Klinik Emergency Room ausgemacht. Aber das sind die gleichen Anfänger wie diese Scrubs-Ärzte und diese komische Meredith Grey in ihrem seltsamen Grey’s Anatomy. Meine letzte Hoffung war dann Chicago, aber dort haben sie uns hochkant rausgeschmissen, weil sie grade irgendeine Arztserie gedreht hatten und für Kassenpatienten keine Zeit hatte. Nun ja, das wars dann mit Amerika. So, jetzt muss ich aber Schlus machen. Weil die holen gleich meinen kleinen Gehirnamputierten ab und bringen ihn zu so einer ganz neuen Castingshow mit lauter anderen Einzellern. Und dort darf er sogar mitentscheiden, wer die schönste Gehirnwäsche bekommen hat. Ich denke, dass das wirklich was Schönes für meinen lieben Hirnrinde-Befreiten ist. Weil da spielt er mit seinesgleichen und bekommt sogar eine Schweinegeld für den Dreck, den er dort verzapfen muss. Und natürlich steht mein telegener Doofi auch in ziemlich vielen Zeitungen. Was ich aber für einen absoluten Schwachsinn halte. Weil, wer liest denn heutzutage noch.

19.8.2011

Siedepunkt von Wasser wegen Energiekrise herabgesetzt

Abgelegt unter: Zeit ist Geld — Paul Boegle @ 15:21


EU-Wissenschaftsrat rät zu verpflichtender Regelung für niedrigeren Kochpunkt

In einer aktuellen Debatte rund um Einsparungsmaßnahmen des Energiebedarfes der EU-Mitgliedsstaaten hat der Wissenschaftsrat der Europäischen Union einen ungewöhnlichen, aber nach Meinung des japanischen Professors Hazwei Ozon, welcher an der Universität von Tokio den “Lehrstuhl für Verdampfungswärme. Siedeverzug und molekulare Entzugserscheinungen” innehat, sinnvollen Vorschlag gemacht. Das regierungsnahe Wissenschaftsmagazin “Tropfpolitik aktuell“, welches von der Initiative Canal Grande mitgetragen und gefördert wird, schreibt unter der Überschrift ”Die neue Kochpunkt-Politik der EU hat ihren Siedepunkt erreicht: Das Sahnehäubchen des Energiesparens“:

“… Der Vorschlag ist sicherlich sehr interessant im Hinblick auf überregionale Einsparungspotentiale durch die niedrigere Siedetemperatur von Wasser. Wenn einEU-Wissenschaftsrat rät zu verpflichtender Regelung für Siedepunkt für Wasser. 100 Grad Celsius sind in Zeiten von Energiekrisen einfach zu viel. EU-Mitgliedsstaaten einigen sich auf neue Obergrenze von 65 Grad Celsius für Siedetemperatur von Wasser allgemein verbindlicher Grenzwert für kochendes Wasser, der länderübergreifend für die EU-Mitgliedsländer gilt und eine damit neu zu definierende Maximalgrenze des Siedepunktes beschlossen wird, welche deutlich unter der bisherigen Marke von 100 Grad Celsius liegt, stehen wir dieser Sache durchaus positiv gegenüber. Ob Wasser wie bisher bei 100 Grad zu Kochen beginnt oder in Zukunft bei 75 Grad oder einem anderen Wert, soll dabei nicht entscheidend sein.“ 

Der Wissenschaftsrat, welcher eigentlich nur beratende Funktion besitzt, möchte nun vor der Europäischen Wasserburg, welche seit 1993 ihren ständigen Sitz auf einer stillgelegten Bohrinsel im Bodensee auf neutraler Schweizer Seite hat, die Einführung einer ”Internationalen Kommission zur Herabstufung der Siedetemperatur von Wasser” anregen, welche eine Gesetzesnovelle zur Reduzierung der Europäischen Siedepunkte ausarbeiten soll. Der Vorsitzende des EU-Wissenschaftsrates gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog für heißes Wasser und kaltes Entsetzen: ”Wenn sich die einzelnen Staaten dazu verpflichten würden, in Zukunft der Bevölkerung vorzuschreiben, dass Wasser nicht erst bei grob 100 Grad Celsius den Siedepunkt erreicht, sondern schon bei, sagen wir einmal, bereits bei 65 Grad Celsius, könnten wir dadurch riesige Mengen Energie einsparen. Dazu bedarf es aber der Zustimmung sämtlicher Mitgliedsstaaten der EU. Natürlich können wir einen Siedepunkt von 65 Grad Celsius auch erreichen, wenn wir in Zukunft nur noch in etwas 9500 Meter Meereshöhe unser Wasser zum Kochen bringen. Aber die Niederlande und andere Anrainerstaaten der Ost- und Nordsee und sogar Deutschland, wo ja prinzipiell alles machbar ist, haben größte Bedenken, dass sie diese notwendige Meereshöhe nicht erreichen könnten. Und diese Länder haben selbstverständlich auch Anspruch auf kochendheißes Wasser, würde ich so sagen. Dass Österreich seinen Großglockner auf die erforderliche Höhe bringen will, indem sie den Großvenediger sprengen und das Geröll dann zum Aufschütten verwenden, habe ich zwar auch schon gehört, aber nur wegen zwei bis drei Liter Wasser am Tag glaube ich nicht, dass das ein guter Plan ist.

Freie Zeit“: “Herr Vorschwitzender, äh Verzeihung Vorsitzender natürlich, aber es ist hier so verdammt heiß. Angenommen, Österreich, Deutschland und einige andere würden sich verpflichten, in Zukunft Wasser schon bei 65 Grad zum Kochen zu bringen und andere wie Berlusconi, der ja sowieso immer sein eigenes Süppchen kocht oder von mir aus auch Cameron, der ja besonders viel Druck draufhat, machen da nicht mit. Das heißt, ich als Österreicher koche bei mir zuhause mein Wasser bei 65 Grad ab und in England bleibt es bei den 100 Grad. Was dann?“ 

EU-Wissenschaftsrat: “Nun, faktisch würde sich nicht viel ändern. Außer natürlich die Tatsache, dass Sie in Wien viel weniger Energie verbrauchen als in London, weil Sie ja Ihr Wasser wesentlich früher zum Sieden bringen. Das Problem wird aber ein ganz ein anderes sein. Denn wir müssten innerhalb der EU zwei verschiedene Thermometer einführen. Eines für die 65-Grad-Länder und ein anderes oder eben das alte für die 100-Grad-Staaten ebenfalls zulassen. Zusätzlich kommt aber das Problem auf uns zu, dass Sie in London weiterhin eine Basaltemperatur oder Körpertemperatur von normalen 36,6 bis 37,9 Grad haben und ab 38,0 Grad Fieber bekommen. In Deutschland oder Österreich hingegen würden Sie die Medizinerinnen und Allgemeinärzte bei 38,0 Grad aber dann schon eigentlich für tot erklären, weil Ihre Basaltemperatur auf der 65-Grad-Skala ja viel niedriger wäre und der Fieberbereich so cirka bei 26,4 Grad beginnt und bei knapp unter 30 Grad endet. Sie sehen, wo Sie in anderen Staaten eigentlich noch quietschlebendig sind, werden Sie anderswo schon in der Erde verbuddelt.

Freie Zeit“: “Herr Fieberglitzernder, äh Verzeihung Vorsitzender, aber ich glaube, ich muss das Interview wegen Unwohlseins nun beenden und danke Ihnen für den Schüttelfrost.”

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