Valentino Rossi mit ultraleichtem Sahnehäubchen
Aerodynamische Vorteile für “Il Dottore” gegenüber konventionellem Motorradhelm
Der neunfache Motorrad-Weltmeister Valentino “Der Doktor” Rossi hat endlich einen Riesenschritt in Sachen Geschwindigkeitszuwachs gemacht, wie “Il Dottore” im Moto-GP Fachmagazin “Zwei Räder - Eine Meinung” sagte. Ein vollkommen neu entwickeltes Sahnehäubchen soll den sowieso schon sehr leichten bisherigen Motorradhelm des erfolgreichsten Mannes auf zwei Rädern ersetzen und für zusätzliche aerodynamische Pluspunkte auf der Jagd nach WM-Punkten sorgen. Erste geheime Windkanaltests und
ein öffentliches Schaufahren auf der Autobahn Mailand - San Remo, welches während des gleichnamigen Klassikers für gedopte Radrennfahrer als Show-Programm stattfand, bestätigten, dass Valentino Rossi gut gerüstet in die weitere GP-Saison gehen dürfte. Doch das ist auch dringend notwendig, da das Gebot der Stunde lautet: “Der Zweite ist der erste Verlierer!”
Die durchgeführten Zeitmessungen, welche in der Verantwortung von “Freie Zeit“, dem Blog für Sekundenbruchteile und Bruchpiloten in Einzelteilen, lagen, ergaben einen durchschnittlichen Zeitvorteil des ultraleichten Sahnehäubchens von mehr als zwei Sekunden pro Rennrunde gegenüber der konventionellen Kopfbedeckung. “Fantastico crema berretta piccolo“, tönte es immer wieder aus dem Munde des Weltmeisters unter dem in cremigem Reinweiß gehaltenen Designerstück mit den aerodynamischen Qualitäten. Und während einer kurzen Pause, in der Rossi immer wieder liebevoll und für manche sogar lasziv über die verführerische Spitze seines Häubchens fuhr, schmetterte er den alten Motorradhelm mit einem vernichtenden “Ma che palle!” oder auf gut deutsch “Was für ein Scheiß!” auf die siedend heiße Fahrbahn der Teststrecke.
Doch Valentino Rossi dürfte die Konkurrenz noch weit mehr das Fürchten lehren. Denn neben dem von Dr. Louis Oetker entwickelten Sahnehäubchen, welches bisher allerdings nur für Renndistanzen von unter 20 Kilometer konzipiert wurde, aber nach einer entsprechenden Modifikation mit einer streng geheimen Lachs in Meerrettich-Sahne-Legierung nach Meinung des Experten mehrere hundert Kilometer anstandslos bewältigen kann, ohne sauer zu werden, haben die Techniker von “Il Dottore” zu einer weiteren, allerdings legalen, List gegriffen. Doch dieser Griff in die Trickkiste wird sicherlich für viele Rennfans sehr gewöhnungsbedürftig und vielleicht sogar schmerzhaft sein und wohl auch eine neue Ära einläuten.
Um zusätzlich Gewicht zu sparen, hat sich Valentino Rossi in Absprache mit seinen Mechanikern und Renn-Ingenieuren schweren Herzens weiterhin von seinem berühmten Markenzeichen, der ”Nummer 46” getrennt. “Es fiel mir zwar unheimlich schwer, die 46 abzugeben, aber ich muss ab sofort auf jedes Gramm Renngewicht schauen. Ab der nächsten Saison (Nummernwechsel während der Saison verbietet das Reglement, Anm. d. Red.) werde ich höchstwahrscheinlich maximal mit der Rennnummer 23 in die GP-Saison gehen. Das spart mindestens noch einmal die Hälfte an Gewicht“, zeigte sich “Der Doktor” zuversichtlich und begrüßte die Entscheidung seiner Betreuer selbst ungewöhnlich euphorisch. Dass die Einsparung und Halbierung der ursprünglichen Nummer entscheidende Geschwindigkeitsvorteile mit sich bringen wird, erwarten sich die Ingenieure zwar nicht. “Aber pro reduzierter Nummer ein bis zwei Zehntel schneller zu sein macht bei der geplanten Nummer 23 doch an die zwei Sekunden. Doch drunter können wir einfach nicht, weil durch den Fahrtwind das Sahnehäubchen dann wirklich sauer wird.”

