Spider-Man leidet unter Arachnophobie
Der tapfere Superheld hat panische Angst vor Spinnen
Ein bisher gut gehütetes Geheimnis hat nun der ehemalige Geliebte von Spiderman, einem entfernten Verwandten der fliegenden Fledermaus Batman, ausgeplaudert. Der gut aussehende Peter Parker, der mit Spider-Man nach eigener Aussage eine mehrjährige Liaison hatte und dieser Beziehung jetzt in seinen gerade veröffentlichten Memoiren ein eigenes Kapitel gewidmet hat, schreibt von einer regelrechten Arachnophobie des in der Öffentlichkeit als furchlos geltenden Spinnenmannes.
Auf Seite 744 seines Buches “I spy the Spider: The secrets of Spider-Man. Part 1” plaudert Peter Parker dabei aus dem Nähkästchen. So soll sich Spider-Man bereits seit mehreren Jahren in psychologische Behandlung bei einer bekannten Therapeutin in Hollywood begeben haben, um die chronische Abneigung gegen die achtbeinigen Gliederfüßer zu bekämpfen. Doch nach Aussage des Ex-Freundes (war schon viermal toter Statist in der Krimi-Serie “Derrick”) dürfte dies nur zu mäßigem Erfolg geführt haben. “Wenn der Feigling auch nur das kleinste Opisthosoma von hinten und aus der Ferne von so einem Tierchen gesehen hat, hab ich sofort gewusst, dass ihn der Cephalothorax um den Verstand bringt. Aus diesem Grund haben sie auch für seine Filme immer ein bis zwei Doubles für die Szenen mit den Spinnen eingesetzt. Der konnte nicht einmal seine eigenen Beine rasieren, weil ihn das an behaarte Spinnenbeine erinnert hat. Und den dichten Haarwuchs an seinem kleinen süßen Arsch durfte nicht einmal dieser Stylist mit den himmelblauen Augen mit Make-Up retuschieren.”
Auf Seite 1312 geht der Autor dann noch weiter ins Detail. “Wir waren einmal zum Abendessen und anschließendem gemütlichen Pokerspiel bei Tobey Maguire (unbekannter Nebendarsteller in B-Movies, Anm. d. Red.) in Beverly Hills eingeladen. Und als der Tobey einen Riesenpot mit vier Assen verlor und darauf “Ich glaub, ich spinne!” sagte, da flippte der Spider-Man komplett aus. Erst zog er meine Netzstrümpfe aus und dann hat er mit damit, obwohl die völlig neu waren und keine einzige Laufmasche hatten, den Maguire strangulieren wollen. Es war ein Desaster. Wir mussten dann sogar die Kammerjäger anrufen, weil er den Armen dauernd gebissen hat. Furchbar, dieser klebrige Mensch. Also, eine dauerhafte Beziehung mit so einem schrecklichen Menschen ist unvorstellbar. Unvorstellbar, sage ich Ihnen. Und dann dieser Putzfimmel. Ach Gott, eine einzige Katastrophe, dieser Spinner.“
Auf Anfrage von “Freie Zeit“, dem Blog für kuschelige Plüschsofas und atemberaubende Wohnraumgestaltung, welcher seinen besten Mann Paul Bögle losschickte und der wie von der Tarantel gestochen dem Auftrag umgehend nachkam, ließ uns sein derzeitiger Manager mit warmen Worten die besten Grüße von Spider-Man ausrichten, teilte aber gleichzeitig mit, dass der Superheld wegen vorübergehender Unpässlichkeit nicht zu sprechen sei.


Herrlich, wie offensiv der gute Spiderman doch mit seiner Arachnophobie umgeht, man stelle sich vor er würde damit hinter dem Busch halten. Unvorstellbar die Konsequenzen!
Kommentar von Mark — 5.8.2011 @ 10:35
Ja, ich denke, dass genau solche Eigenschaften einen Superhelden von Format ausmachen. Echte Männer, welche trotz ihrer vermeintlichen Schwächen das Beste aus sich rausholen. Wenn ich dabei mich selbst im Gegensatz zu Spider-Man anschaue, fühle ich mich schon etwas beschämt ob der Tatsache, dass ich einfach nicht zum Helden geboren bin. Da kann mir Frau und Tochter noch so oft beteuernd sagen, dass ich einfach klasse bin. Ich weiss, wo meine Grenzen sind. So sende ich trotzdem liebe Grüße aus Wien, dem Nabel der Anti-Helden. Zumindest wenn ich mich selbst als Maßstab nehme.
Kommentar von Paul Boegle — 5.8.2011 @ 21:12
Da fällt mir eigentlich nur eines dazu ein: Stars sind auch nur Menschen
Kommentar von Alex — 9.8.2011 @ 19:43
Vollkommen richtig. Denn ich dachte bisher auch immer, dass nur wir “Normalsterblichen” von solchen Ängsten geplagt werden. Es tut deshalb natürlich doch gut, wenn immer wieder solche Geheimnisse das Licht der Welt erblicken. Ich hoffe aber trotzdem nicht, dass die vielen Menschen, welche mit großen Erwartungen und Hoffnungen in die Kinosäle strömen, um sich ihre LeinwandheldInnen in Breitbild anzusehen, nach Beendigung der Vorstellung völlig desillusioniert dem Trunke oder noch schlimmeren Dingen hinzugeben. Wäre schade um diese großartigen filmischen Erzeugnisse aus Hollywood und wer weiß wo sonst. Und nicht zuletzt um die Menschen, welche sich dem Trunke oder noch schlimmeren Dingen dann bereits hingegeben haben.
Kommentar von Paul Boegle — 9.8.2011 @ 20:30