KopfgeldjägerInnen: Pro-Kopf Einkommen deutlich gesunken
Trotz mehr rollender Köpfe stagnieren die Umsätze
Die Europäische Vereinigung für Freiberufliche KopfgeldjägerInnen “Headhunters Europe And Downtown“(HEAD) beklagt seit Jahren die sinkenden Umsätze und das stagnierenden Pro-Kopf Einkommen, welches laut WirtschaftsanalystInnen gleichbedeutend mit dem Einkommen pro erlegtem Kopf ist und sich seit Einführung des Euro nur geringfügig gesteigert hat. Wie die seit Februar dieses Jahres neu gewählte Speerspitze der KopfgeldjägerInnen Medusa Echidna auf der gestern zu Ende gegangenen Tagung “Kopf-und Schweigegeld für professionelle HalsabschneiderInnen und semiprofessionelle Headhunter” in einer äußerst kontrovers geführten Diskussion vor teilweise sehr kopflosem Publikum ausführte, stehen den steigenden Ausgaben durch die strengen hygienischen EU-Bestimmungen für das Tranchieren von Torsos, die sogenannte “Leib und Leben Richtlinie 20/2011 in der Neufassung vom 12.04.0211” sinkende Einnahmen durch immer weniger lukrative rollende Köpfe gegenüber. Kurioserweise ist zwar die Zahl rollender Köpfe seit dem letzten Quartal um 22 Prozent gestiegen, sicherlich mit ein Verdienst von Rupert Murdoch, doch insgesamt stehen viele KopfgeldjägerInnen mit vollen Zöpfen, aber trotzdem leeren Töpfen da, wie Gastdozent Henri Chinaski, der sogenannte Herr der Fliegen, dem Auditorium erklärte.
“Das große Köpferollen war einmal. Seit sich Politik und Wirtschaft darauf verständigt haben, gemeinsame Sache zu machen, hat der kleine Headhunter nicht den Hauch einer Chance, ein wirklich lohnenswertes Haupt abzuschlagen. Überhaupt seit sie diese ominöse Vereinigung HYDRAulik gegründet haben, könnte man glauben, dass da dauernd Köpfe nachwachsen, ohne dass auch nur ein einziger für uns abfällt. Wenn das so weiter geht, müssen wir überlegen, ob wir nicht selbst in die Politik gehen. Dieser Murdoch hat uns schon angeboten, dass er da was Passendes hätte. Im Head-to-Head Duell stehen wir derzeit eindeutig auf der Verliererstrasse.” Gedankenverloren schaut sich Frau Echidna die neueste Ausgabe von “News and Dead Heads of the World” an. Mit fahrigen und nervösen Fingern blättert sie in dem Fachblatt für tote Hosen und leere Hälse, immer auf Neuigkeiten und Eilmeldungen lauernd. Doch die Nachrichten verheißen nichts Gutes für die wohl aussterbende Zunft der kleinen KopfgeldjägerInnen, welche ihren Lebensunterhalt durch leere Köpfe auf faulen Körpern bestreiten als auch für jene noch wenigen verbliebenen Großen der Branche, welche bisher auf der Siegerstraße standen.
“Freie Zeit”, der Blog für glasige Augen und halsstarrige Schrumpfköpfe, rät deshalb dringend allen jungen Menschen, welche den Beruf des Kopfgeldjagens nach dem Studium der Medizin oder nach der Ausbildung zu SchlachterIn, FleischhauerIn oder Medienmogul ergreifen wollen: Finger weg von solch riskanten Berufen! Professionelles Köpferollen ist sicherlich eine lukrative Angelegenheit, doch ohne das notwendige Fingerspitzengefühl und eine ordentliche Portion Wendehals, welche die Fähigkeit des blitzschnellen Seitewechselns beinhaltet, wird auch den besten KopfgeldjägerInnen nur ein jämmerliches Pro-Kopf Einkommen winken. Also lieber in die Politik gehen und sich dort das notwendige Handwerkszeug holen.

