Lucky Luke von eigenem Schatten erschossen
Sonnenfinsternis Schuld am Tod von Lucky Luke?
Nun hat es ihn also doch erwischt! Der prominente Cowboy Lucky Luke, von dem immer behauptet wurde, er könne schneller ziehen und natürlich auch schneller schießen als sein eigener
Schatten, wurde gestern bei einem Übungsschießen im Wiener Prater von genau diesem Schatten über den Haufen und aus den eigenen Cowboystiefeln geschossen. Luke musste daraufhin aus dem Sattel steigen, um zu Fuss den Weg in die Schattenwelt anzutreten. Und zwar ohne Stiefel, ohne eigenen Schatten und natürlich ohne Rückflugticket. “Freie Zeit“, der Blog für Handfeuerwaffen und Staublungen, bedauert natürlich die Entscheidung des Kettenrauchers, respektiert sie aber trotzdem und freut sich, dass der alte Sack nicht an Lungenkrebs zugrunde gegangen ist.
Es muss jedoch gesagt werden, dass der Schatten den finalen Schuss aus einem Maschinengewehr abgefeuert hat. Dies ändert zwar nichts an der Tatsache, dass Lucky Luke tot ist, aber möglicherweise halten sich die Heulkrämpfe der Kinder dadurch in Grenzen.
Augenzeuge Paul Bögle, welcher zufällig in der Nähe stand und selbst als ausgezeichneter Flammen- und Schattenwerfer sowie Hutständer und Stiefelknecht gilt und fast immer das Schwarze bis Hellgelbe trifft, ist allerdings überzeugt, dass für den Tod von Lucky Luke einzig und allein eine stattfindende Sonnenfinsternis schuld an dem Malheur sei.
“Der konnte ja nicht einmal sehen, wohin er schießt. Bei solchen Lichtverhältnissen ist es eigentlich unmöglich, seinen eigenen Schatten zu sehen. Von Treffen kann gar keine Rede sein. Also wenn Sie mich fragen, ich hätte solange gewartet, bis zumindest der Mond aufgegangen ist. Aber so! Also wenn Sie mich fragen, keine Chance. Nicht die geringste, wenn Sie mich fragen. So ein Amateur!”
“Freie Zeit“, der Blog für Joe, William, Jack und Averell und andere Schwerverbrecher sowie mehrfache Größenverhältnisse, fragt allerdings nicht weiter nach, sondern legt in tiefer Trauer um den sympathischen zweidimensionalen Helden eine Schweigeminute ein. Wobei natürlich die Frage offen bleibt, ob die Reflexe von Lucky Luke vielleicht doch nicht mehr die besten waren und die Sonnenfinsternis nur ein Vorwand war, um über die eigenen Unzulänglichkeiten hinwegzutäuschen. Aber es ist, wie es nun einmal ist: Der Comic-Cowboy starb in seinen stinkenden Stiefeln und nach dem flüchtigen Schatten wird nun weltweit gefahndet.
Eine Schweigeminute später.
So, ein Comic Held weniger. Aber einer musste es ja tun! Sollte jemand dieses ewig in den Sonnenuntergang reitende Pferd Jolly Jumper gesehen haben, würde ich mich über Rückmeldungen freuen. Wien hat übrigens die besten Pferdeleberkäse-Semmeln, aber dies ist wieder eine andere Geschichte. Wussten Sie eigentlich, dass es auf der Ponderosa noch viel mehr Cowboys gibt? Aber auch dies gehört nicht hierher.

