Finanzkrise: Griechenland verkauft Akropolis
EM-Macher Otto Rehhagel neuer griechischer Krisenmanager
Nachdem sich im Boxschwergewicht rund um die Vorwürfe gegen Wladimir Klischko, welcher im WM-Kampf gegen David Haye unerlaubterweise mit Samthandschuhen geboxt haben soll, immer noch keine Entscheidung bezüglich der Vergabe der vakanten WM-Gürtel heraus kristallisiert hat, macht nun eine andere Sportlegende von sich reden.
Fußball-Gott und Erfolgscoach Otto Rehhagel ist zurück in Griechenland, der Heimstätte seines grössten sportlichen Erfolgs, welcher ihn in den griechischen Fußball-Olymp
katapultierte. Nach seiner wohl grössten Mission, dem Gewinn der Europameisterschaft 2004 mit den “Blauen Stieren”, krempelt der Meistermacher erneut die Ärmel auf. Doch dieses Mal wird sein Amt ungleich schwieriger, denn Rehhagel soll die in absoluter Schräglage befindliche Wirtschaft des Landes wieder auf Kurs bringen.
Als griechischer Krisenmanager füllt der für seine altmodischen Trainingsmethoden und vor allem für seine gefürchtete Defensivtaktik bekannte und gefürchtete Deutsche damit einen speziell dafür geschaffenen Regierungsposten aus, welcher direkt dem griechischen Finanzministererium untersteht. Athens Finanzminister Evangelos Venizelos sieht den Schritt als wichtige Maßnahme im Kampf gegen den drohenden Staatsbankrott und glaubt, dass gerade die antiquierten Methoden von Rehhagel in einem Land voller antiker Schätze innerhalb kürzester Zeit den dringend notwendigen Erfolg bringen werden.
Rehhagel, welcher daraufhin seinen Sommerurlaub auf Helgoland abbrach, dürfte laut griechischer Regierung ablösefrei sein, was in Anbetracht der finanziellen Situation sicherlich auch mit dazu beitrug, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Über die Höhe der jährlichen Salärs wurde auf Nachfrage von “Freie Zeit“, dem Blog für altlateinische Schrift und neugriechische Sprachwissenschaften jedoch von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart. Paul Bögle, selbst jahrelang Finanzexperte für delikate Missionen und desastriöse Aufgabenstellungen, manch LeserIn wird sich möglicherweise an den genialen Schachzug mit den börsennotierten Goldfischen und Silberfischchen erinnern, vermutet jedoch, dass Rehhagel ein erfolgsbezogenes und leistungsabhängiges Honorar erhält.
“Ich gehe davon aus, dass Rehhagel bei jeder getätigten Transaktion so um die ein bis 100 Prozent der Verkaufssumme erhält. Und je höher der erzielte Verkaufspreis, desto höher wird die Provision werden. Also nehme ich an, dass er mit der Akropolis beginnen wird“. Klare Worte, welche den Schluss zulassen, dass der neue griechische Krisenmanager mit dem Ausverkauf der Kulturgüter schon diese Woche starten will.
Weiteres Indiz ist die Tatsache, dass eine Gruppe chinesischer Wirtschaftsexperten seit fünf Tagen ausgiebige Vermessungsarbeiten rund um die Akropolis durchführen und erste Bagger bereits mit geheim gehaltenen Erdarbeiten begonnen haben. Ob diese Tätigkeiten allerdings wirklich mit dem Verkauf der Akropolis an chinesische Investoren in Zusammenhang steht, wird sich wohl erst im Laufe der nächsten Wochen herausstellen. Otto Rehhagel selbst hüllt sich in Schweigen und sprach mehr als zweideutig davon, dass “modern spielt, wer gewinnt“. Mit dieser doch sehr weitschweifigen Interpretation hatte selbst das Orakel von Delphi seine liebe Not, denn auch dieses hüllte sich in eisernes Schweigen. Das griechische Gesundheitsministerium begründete das aber damit, dass aufgrund einer verschleppten Grippe und einer erst kürzlich am Orakel vorgenommenen Mandeloperation ganz Delphi in Mitleidenschaft gezogen sei.
Ganz Europa blickt auf alle Fälle gespannt nach Athen und hofft, dass Otto Rehhagel mit seiner “Mission Impossible” eine ähnliche Überraschung gelingt wie im Jahre 2004. Der Frankfurter Leitindex DAX und die Wall Street haben allerdings schon auf diese spezielle Form deutscher Finanzhilfe reagiert und schlossen zu Börsenschluss fester.

