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4.7.2011

Klitschko alle WM-Gürtel im Schwergewicht aberkannt

Abgelegt unter: Zeit-GenossInnen — Paul Boegle @ 07:42


Sämtliche Boxverbände nehmen Klitschko WM-Titel weg

Sensation im Profi-Boxsport. Und vor allem dicke Luft! Wladimir “Dr. Steelhammer” Klitschko ist seine drei WM-Gürtel los. Obwohl er seine beiden WM-Titel der Verbände IBF und WBO gegen David “Hayemaker” Haye in zwölf Runden souverän verteidigt hatte und darüberhinaus noch den WM-Gürtel der WBA gewann, muss er nun auf Anordnung der drei Boxsportverbände seine Titel zurücklegen. Als Grund wird dem jüngeren der beiden Klitschko-Brüder ein Regelverstoss vorgeworfen. So soll er laut Boxexperten mit unerlaubten Samthandschuhen geboxt haben und in den zwölf Runden des Schwergewichtskampfes gegen Haye diesen unerlaubterweise immer wieder mit Samthandschuhen angefasst haben.

Klitschko-Manager Bernd Bönte ist entsetzt und kündigte an, gegen das Urteil Berufung vor dem Internationalen Schwergewichtshof für gerade Rechte einzulegen. WladimirsWladimir Klitschko werden nach Kampf gegen David Haye alle WM-Titel im Schwergewicht aberkannt. Klitschko boxte unerlaubt mit Samthandschuhen.
fünf Jahre älterer Bruder Vitali sprach dagegen von einer völlig korrekten Regelauslegung: “Kein Mensch hat bisher etwas dagegen gehabt, wenn ein Boxer einen anderen mit Samthandschuhen angefasst oder sogar niedergedrückt hat. Selbst Mike Tyson hat damals Evander Holyfield nur ins Ohr gebissen, weil der keine Samthandschuhe angehabt hat. Und von Muhammad Ali möchte ich gar nicht reden. Der hat grundsätzlich seine Gegner nur mit Samthandschuhen niedergehauen.”

Ähnlich sieht es Box-Promoter Wilfried Sauerland. “Im heutigen Boxsport ist es eigentlich üblich, dass man auf seinen Kontrahenten nur noch mit Samthandschuhen eindrischt. Sogar bei den Frauen sieht man schon manchmal welche mit solchen Handschuhen boxen. Solange keine Seide oder gestrickte Handschuhe im Spiel sind, sehe ich da eigentlich überhaupt kein Problem. Ich glaube deshalb auch, dass Wladimir gute Chancen hat, dass er seine WM-Gürtel wieder zurück bekommt.”

Allerdings stellt sich “Freie Zeit“, der Blog für blutige Blessuren und blassiertes Benehmen die Frage, weshalb Ringrichter Genaro Rodriguez aus Puerto Rico die unerlaubten Samthandschuhe von Klitschko nicht bereits vor der ersten Runde bemerkt hatte und den Boxer darauf aufmerksam gemacht hat. Boxexperte Paul Bögle glaubt, dass möglicherweise täuschend echte Imitation der Samthandschuhe, welche erst bei näherer Betrachtung auffallen, dafüt verantwortlich sein könnte. Ebenfalls dieser Meinung ist der ehemalige Champion Henry Maske, der aber sogar noch einen Schritt weiter geht und die Vermutung ausspricht, dass es durchaus denkbar sei, dass in dem ganzen Trubel vor dem Kampf irgendjemand aus dem Boxstall von David Haye unbemerkt die normalen Handschuhe gegen Samthandschuhe ausgetauscht haben könnte. Für diese These spricht einiges, da es beim Einmarsch von Wladimir Klitschko doch extrem dunkel in der Arena war.

Vollkommen anders sehen es dagegen die während des Kampfes in Hamburg anwesenden Boxveteranen George Foreman und Lennox Lewis. Lewis. der den Herausforderer Haye nach langem Warten von dessen Kaine bis in den Ring eskortierte, hofft auf eine Entscheidung des Internationalen Schwergewichtshofes für gerade Rechte zugunsten seines britischen Landsmannes, da er die Nutzung von Samthandschuhen als unzulässig ansieht. Laienprediger George Foreman dagegen stand nur nachdenklich versunken an den Ringseilen und schickte ein leises “Hail Bloody Mary” in den Boxerhimmel und murmelte dabei unablässig “No velvet gloves unterground“.

Ob der Herausforderer im Ring David Haye allerdings die Klitschko aberkannten WM-Titel sich so ohne weiteres umhängen darf, bleibt aber abzuwarten. Doch die Chancen stehen nach Meinung des renommierten Boxjournals “Fight the World” nicht schlecht, da ein erstes Foto eindeutig beweisen soll, dass Wladimir Klitschko tatsächlich Samthandschuhe getragen haben soll. Die Boxwelt hält im Moment auf alle Fälle den Atem an und wartet auf die weitere Entwicklung in der Causa Samtpfote Klitschko.

Nacktscanner übersieht Exhibitionisten

Abgelegt unter: Zeit-Geschichten — Paul Boegle @ 00:39


Riesige Sicherheitslücke am Flughafen Wien-Schwechat

Falter: “Da bin ich jetzt supernackt!” Die Telefonprotokolle von Meischberger, Plech, Grasser als VorlesungZu einem peinlichen Zwischenfall kam es auf dem Flughafen Wien-Schwechat beim Einchecken des halbblinden Passagiers Paul Bögle. Der amtsbekannte und sehr modebewusste Exhibitionist, der in schöner Regelmäßigkeit wegen Erregung öffentlicher Gliedersteife vor dem Wiener Landesgericht zu Ordnungsstrafen und ganz ordentlichen Strafen verurteilt wird, trug jetzt unwissentlich zur Aufdeckung einer schwerwiegenden Sicherheitslücke bei, welche beim ersten Probebetrieb der Ganzkörper-Nacktscanner bisher niemandem auffiel, aber fatal an das berühmte Karamell erinnert, welches ungestreift durch das noch bekanntere Nadelöhr maschiert.

Nachdem sich Bögle wieder einmal vollkommen zwanglos seiner Kleidung entledigt hatte, dies aber aufgrund der morgendlichen Hektik keinem Menschen sonderlich auffiel, stand der Mann plötzlich im Terminal, obwohl er kein gültiges Ticket vorweisen konnte. Wie sich jedoch herausstellte, hatte sich der nackte Mann beim nackten Scan ordnungsgemäß durch den Scanbereich bewegt, doch aufgrund der fehlenden Kleidungsstücke wurde er vom Scanner und dem vorschriftsmäßig bekleideten Sicherheitspersonal übersehen. Kein Piepsen ertönte, kein Pfeifen war zu vernehmen, nicht einmal ein kleines Schnattern, Rattern oder Flattern kam aus der Durchleuchtungsmaschine.

Freie Zeit“, der Blog für stehende Nacktschnecken und fliegende Flitzer stellt sich aufgrund des Vorfalls die Frage, ob in jüngster Vergangenheit nicht schon mehrere dieser Vorfälle unentdeckt blieben und auf dem Flughafen Wien-Schwechat und anderen aerodynamischen Drehkreuzen oder so ähnlich oder anderen öffentlichen, privaten oder anderen baufälligen Gebäuden möglicherweise unzählige nackte Passagiere herumflitzen, ohne entdeckt worden zu sein. Grund für diese Vermutung sind mehrere österreichische Überflieger und Senkrechtstarter, welche aber anonym bleiben möchten. Einer dieser Männer, welchen wir der Einfachheit Walter Meuschel nennen wollen, hat in einem Telefongespräch einem anderen Mann, der ebenfalls unerkannt bleiben möchte (der Name Karl-Heinz G. ist der Redaktion bekannt), erzählt, dass er ganz entsetzt wegen irgendetwas und anderen Dingen, an welche er sich beim besten Willen nicht mehr erinnern kann, plötzlich ”Da bin ich jetzt supernackert“ dastehe.

Das müssen Sie sich bildlich vorstellen! Da hat einer den Telefonhörer in der Hand, wahrscheinlich war es zwar ein Mobiltelefon oder eine dieser Apparaturen, mit denen man pausenlos fotografieren, chatten oder per GPS von A nach B fahren kann, aber in den seltensten Fällen telefonieren, hat er also den Hörer in der Hand oder meinetwegen auch zwischen Ohr und Schulter geklemmt und was anderes in der Hand oder was anderes zwischen Ohr und Schulter geklemmt und den Hörer oder eben das Handy doch in der Hand und dann erzählt er dem am anderen Ende von der Leitung, dass er eigentlich nur aus Erinnerungslücken bestehe und aufgrund dieser Vergesslichkeit “supernackert”, also vollkommen nackt oder splitternackt sei. Ganz ehrlich, wenn ich mir vorstelle, dass mir einer am Telefon mitteilt, dass er nichts weiß und wegen dieses Nichtwissens ohne Kleidung und seinem verklemmten Ding zwischen Ohr und Schulter so imaginär vor mir steht, dann überkommt mich das nackte Grausen.

Es liegt deshalb die Unschuldsvermutung nahe, dass der Meuschel Walter, Sie erinnern sich, wir nannten ihn gemeinsam so, und vielleicht auch dieser Karl-Finanz oder Karl-Hochglanz oder Karl-Alles meins oder Karl-Heinz oder wer auch immer irgendwo auf dem Flughafen oder sonstigen Gebäuden herumgrassiert und -streunt und bisher noch nicht aus dem Luftverkehr gezogen werden konnten. Ja, was wollte ich eigentlich damit sagen? Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Aber da bin ich immerhin in allerbester Gesellschaft.

Zum Schluss noch eine andere Geschichte, welche mit der Supernacktscanner-Geschichte nicht im geringsten Zusammenhang steht und deshalb auch keinerlei Flug- und andere Verbindungen zu den Exhibitionisten aufweist. Das hat rein gar nichts mit dem Supernackerten zu tun, ich würde jeden Meineid darauf schwören, wenn Sie mich dazu auffordern.

Kennen Sie eigentlich den Falter? Passt sowieso gut zu Flugzeugen und anderen Lichtgestalten. Aber in diesem Fall meine ich die die Wiener Stadtzeitung “Falter”. Dort habe ich zufällig irgendwelche Abhörprotokolle über irgendwelche Menschen entdeckt. Hochinteressant, sage ich Ihnen. Ist zwar schon etwas älter, aber immer noch höchst interessant, kann ich Ihnen sagen. Sicherlich nicht mehr ganz neu, aber allerhöchst amüsant, würde ich dazu sagen. Auch wenn es schon leicht angestaubt ist, klingt es doch überaus amüsant, lassen Sie sich das gesagt sein. Sollten Sie unbedingt einmal reinhören. Lohnt sich. Und Flugticket brauchen Sie auch keines. Wer also ein bisschen Einblick in den österreichischen Hochadel der Finanzen bekommen möchte, eine Spur nacktes Entsetzen und nacktes Grauen sind dabei kostenlos inkludiert, dreht also vor dem Check-in um, klickt auf das Bild auf der linken Seite und huldigt dem Motto “Da bin ich jetzt supernackt“.

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