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21.6.2011

Seltsame Knochenfunde in Paris, Mailand und London

Abgelegt unter: Zeit ist Geld — Paul Boegle @ 03:42


Polizeipräfektur Paris ermittelt gegen unbekannte MassenmörderInnen

Die französische Hauptstadt befindet sich seit einigen Tagen im Ausnahmezustand. Angst und Schrecken herrschen in dem hauptsächlich von der reichen Oberschicht bewohnten 16. Arrondissement nahe des Bois de Boulogne sowie den beiden inneren Bezirken acht und neun, welcBande von MassenmörderInnen in Paris, Mailand, Berlin und London am Werk. Polizei und Interpol haben Ermittlungen aufgenommen.he die Champs-Élysées und den Boulevard Haussmann beherbergen. Nach den unlängst vorgenommenen Verhaftungen von ausländischen Touristen wegen Verstosses gegen das verhängte Burka-Verbot wird die Metropole durch eine Reihe unerklärlicher Mordfälle erschüttert.

Augenzeuge Karl L., der aber aus Angst vor Repressalien ungenannt bleiben möchte, sprach gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog für Anonymität und menschliche U-Boote, von blutgierigen Bestien, welche keinen Franc für ein Menschenleben geben würden. Dass der Franc durch den Euro ersetzt wurde und seit einigen Tagen oder sogar Wochen auch offizielles Zahlungsmittel in Frankreich ist, war dem gut gekleideten älteren Mann, welcher nach eigenem Bekunden noch niemals Kleidung von der Stange, sondern immer nur maßgefertigte Mode für seine Stange kauft, zwar bekannt, doch das störte ihn hinter der dunklen Sonnenbrille in seinen eigenen selbstverliebten Ansichten überhaupt nicht.

Wie die Pariser Polizei in einer ersten Stellungnahme erklärte, dürfte es sich bei den VerbrecherInnen um eine gut organisierte Bande handeln, da es logistisch als unmöglich erscheint, soviele zumeist weibliche Menschen in den sicheren Tod zu schicken. “Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Mördern, wahrscheinlich handelt es sich sowohl um weibliche als auch um männliche in bisher unbekannter Anzahl, um eine zu allem entschlossene Organisation, welche besonders sadistische Methoden anwendet, um die Opfer langsam zu Tode zu quälen. Allerdings müssen wir davon ausgehen, dass es sich sogar um ein sehr straffes, bestens durchstrukturiertes und vor allem sehr engmaschiges Netzwerk handelt, welches auch in London, Paris, Mailand, Berlin und Übersee die Fäden zieht.”

Auf die Frage von Paul Bögle vom Blog “Freie Zeit“, dem Blog für Hungerleidende und HungerkünstlerInnen, ob es schon erste Erkenntnisse hinsichtlich der Identitäten der Mörderbande gebe, wurde aufgrund der laufenden Ermittlungen und der Einschaltung von Interpol auf die derzeitige Nachrichtensperre verwiesen. Ebenfalls im Unklaren bleibt, wieviele Opfer es bereits gibt. Die Tatsache, dass eine junge Frau vor laufenden Kameras und sogar Dutzenden von AugenzeugInnen förmlich hingerichtet wurde, lässt den Schluss zu, dass hier mit allen Mitteln über und auf den Leichen gegangen wird.

Karl L., welcher immer noch unerkannt bleiben möchte, sprach davon, dass möglicherweise sogar ein deutscher Mordeschöpfer [sic!] seine Mordsfinger im Spiel auf Leben und Tod haben könnte, wollte sich aber aus Angst vor in Zukunft verweigerten Sonderrabatten und Chanel-Gratisproben nicht weiter vor laufstegenden Kameras äußern. Einzig die Vermutung des sehr gepflegten Mannes mit den perfekt manikürten Finger- und möglicherweise auch pedikürten Fussnägeln,, dass die Kleidergröße der letzten aufgefundenen Frauenleiche wohl um einige Nummern zu klein war und dies womöglich auf einen globalen Krieg um Nahrungsmittel hindeuten könnte, mag Anlass für weitere Spekulationen geben. “Die Arme könnte ja vielleicht verhungert sein. Aber wirklich sagen lässt sich das nicht, weil eigentlich hat man ihre Knochen noch nicht genau gesehen. Aber das Kleid, was die Kleine trug, war einfach ein Traum. So was möcht’ ich heute nacht im Schlafzimmer auch probieren. Aber leider bin ich viel zu fett für so was.” Dann drehte er sich um, wackelte zweimal kräftig mit seinem Designerarsch und ging beruhigt und glücklich weiter magersüchtige Leichen pflasten seines Weges.

Aus einem nahen Bistro klangen verschwommen über den Lärm der breiten Strasse die krächzenden Töne einer Mundharmonika hinweg.  

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