Magerjoghurt zwangsernährt
Direkt aus dem Kühlregal in die Ambulanz
Ein Magerjoghurt aus dem Hause “Magerfeld“, der französischen Edelmarke für kalorienfreien Brechreiz und brachiale Kalorienreduktion, musste nun aufgrund einer unangekündigten Überprüfung durch die Lebensmittelbehörde zwangsernährt werden. Das Joghurt, welches bereits unter akuter Unterernährung und damit einhergehender Übersäuerung, Unterzuckerung und Becherverfettung im Endstadium im Kühlregal einer Filiale der Supermarktkette “Ist nicht wahr” stand, konnte nur dank der raschen Hilfe der für solche immer häufiger auftretenden Fälle ständig einsatzbereit stehenden Sondergruppe “Dicke Milch, saurer Magen” vor der gefürchteten Molkensyneräse gerettet werden.
“Das war kein fettarmer Joghurt mehr, sondern ein wandelnder probiotischer Plastikbecher mit Nulltoleranz und ebensovielen Kalorien. So was haben wir mittlerweile fast jeden Tag. Irgendwer entdeckt den armen entrahmten Teufel in einem Kühlregal und verständigt daraufhin die Rettung. Obwohl die meisten vom Ablaufdatum her eigentlich dick dabei sein müssten, ist der pH-Wert immer im Keller. Wie gesagt, entweder landen bei uns zertrümmerte Eierbecher, kurz vor dem Hungertod stehende Joghurtbecher oder manchmal und besonders in der kalten Jahreszeit auch verirrte Eisbrecher und verwirrte Eisbecher.” Der behandelnde Verdicker vom Dienst zeigt sich keineswegs überrascht über die zunehmende akute Erstversorgung von Magerjoghurt, wie er “Freie Zeit“, dem Blog für halb verschimmelte Gesundheitsapostel und völlig verschimmelte Bakterienkulturen, gegenüber resigniert erklärt.
Obwohl der Hersteller “Magerfeld” immer wieder durch unterernährte Magerjoghurts in die Schlagzeilen geriet, dürfte er trotz mehrmaliger Versicherung unter Androhung eines Bußgeldes im zweistelligen Fettanteil-Bereich die Umstellung der Produktion auf das EU-Label ”Allererste Sahne: Die flüssige Retorten-Torte” bzw. das ebenfalls hochwertige und EU-konforme Qualitätssiegel ”Kalorienbombe: Mit echten Fettaugen“ nicht vollzogen haben. Laut Produktionsleiter dürfte dies mit erheblichen Problemen und Qualitätsverlusten in der Magen-Darm-Passage zusammenhängen, einem Fertigungsstrang, welcher für die abschließende Verdünnisierung unverzichtbar ist.

