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23.5.2011

Erste Bank: Treichl schließt vorübergehend Filialen

Abgelegt unter: Zeit ist Geld — Paul Boegle @ 03:18


Krötenwanderung behindert Bankgeschäfte der Erste Bank-Sparkasse

Erste Bank massiv durch Krötenwanderung eingeschränkt: Erste Bank-Chef Andreas Treichl schließt deshalb vorsorglich zahlreiche Filialen.Erste Bank-Chef Andreas Treichl hat mit seinen düsteren Zukunftsprognosen Recht behalten. Und das pessimistische Update kam früher als gedacht. Denn schneller als erwartet stellt sich nun die nächste Krise im Bankenwesen ein. Doch weder Basel III noch Rohstoffe und schon gar keine Immobilienblase sind für die neueste Misere verantwortlich. Eine viel grössere Gefahr droht der Erste Bank und möglicherweise auch anderen Kreditinstituten in Form unheimlicher Wesen aus dem Sumpf.

Und wieder einmal trifft es die Erste Bank wohl am härtesten, wie das nebenstehende Bild unseres geübten Bankdrückers und erprobten Türstehers Paul Bögle beweist. Bereits mit dem heutigen Montag beschloss der oberste Bankmanager deshalb, die meisten Filialen aufgrund der prekären Notsituation bis auf weiteres geschlossen zu halten und die Schlösser in die Türen zu drücken oder womöglich auch andersrum. Ob und wie sich das drohende Desaster abwenden lässt, steht laut Treichl noch in den Sümpfen. Auch wollte er sich nicht dazu äußern, ob die neue Krötenkrise hausgemacht oder durch externe Störsender bewusst lanciert wurde.

Vergrössern Sie die Krötenwanderung.

So eine massive Krötenwanderung habe ich schon seit letztem Jahr nicht mehr gesehen. Ich kann mich noch gut an das Jahr 2010 erinnern, als ich mit meiner 2,79 Millionen Kröten Gage eine recht schöne Krötenwanderung in freier Wildbahn beobachten durfte. Aber ansonsten muss ich wirklich lange überlegen. Sonst fällt mir solch eine Krötenwanderung auf die Schnelle nicht ein. Naja, möglicherweise das Jahr davor. War auch keine schlechte Krötenwanderung, obwohl die nur etwa halb so groß war wie die von 2010. Ach ja, jetzt fällt es mir wieder ein. Eine besonders schöne Krötenwanderung gab es im Jahr 2004. Sage und schreibe 4,55 Millionen Kröten konnte ich damals beim Überqueren meines Bankkontos zählen. Ein einmaliger Anblick war das. Aber als Naturfreund erfreut sich ein Mensch wie ich eben immer an solchen Kleinigkeiten.”

Freie Zeit“, der Blog für gefahrlose Strassenüberquerungen und groteske Krötenwanderungen, wird nun nach Rücksprache mit der eigenen Schuldnerberatung versuchen, Andreas ante portas solange zu unterstützen, bis sich wieder ein geregelter Bankenbetrieb einrichten lässt. Sollte es dabei an den nötigen Kleinkröten fehlen, werde ich sogar höchstpersönlich um weitere Finanzspritzen nachsuchen. 1,2 Milliarden Euro Steuergeld für die Erste Bank können doch nicht bedeuten, dass jetzt schon Schluss ist. Man könnte wirklich in Versuchung kommen, die PolitikerInnen für zu feig und zu blöd zu halten. Es würde doch schon genügen, wenn sie entweder das eine oder das andere sind. Aber gleich zwei Eigenschaften für eine(n) einzige(n) PolitikerIn? Und das auch noch gleichzeitig? Das gibt es meines Wissens nur im Wahlkampf.

Also, ich finde, das ist bei weitem des Guten zuviel, sehr geehrter Herr Treichl. Da müssen wir noch gemeinsam dran arbeiten. Am besten ante portas. Und natürlich hinter verschlossenen Türen. Und selbstverständlich gleichzeitig. Und die Kröten teilen wir uns. Nur Sie und ich. Und dann wandern wir mitsamt unseren Kröten aus. Sozusagen eine Krötenwanderung im Duett.  

       

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