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13.5.2011

Vaterunser: Frauenrechtlerinnen wollen Namensänderung

Abgelegt unter: Lese-Zeit — Paul Boegle @ 13:34


Genderisierung erfordert Umdenken im Christentum

Während der 112. Bundesversammlung des ”Ich-Du-Er-Sie-Es Personalpronomen in der Heiligen Schrift e.V.“ kam es zu heftigen Kontroversen zwischen den Teilnehmerinnen und Vertretern der römisch-katholischen Kirche und anderen Konfessionen. Grund der Auseinandersetzungen war die schon lange im Raum stehende Forderung der Aktivistinnen, endlich der schon lange geäußerten Bitte um Namensänderung des “Vaterunsers” nachzukommen.

Von einem “Kardinalsfehler des Neuen Testaments” und “diskriminierendem Zelebranten-Denken” hin zu “geschlechtlich neutraler Gebetslitanei” und “wertfreier Gottesdienstliturgie“, die Vorsitzende nahm deutliche Worte in den Mund, um den seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt endlich zu einem versöhnlichen Ende zu bringen. Selbst Vertretern der Aufzugsindustrie warf sie vor, mit der immer noch vorherrschenden Paternoster-Politik den Frauen keine Wertschätzung entgegenzubringen. “Weshalb muss ein Aufzug Paternoster heißen, wenn auch Frauen diesen benutzen. Oder dürfen wir nicht in die oberen Etagen fahren, um dort die Büros zu putzen? Sollen wir in Zukunft anstatt mit dem Vaterunser-Lift unsere Putzeimer durch das geschlechtsneutrale Stiegenhaus tragen? Dieses ewige Auf und Ab muss definitiv ein Ende nach oben oder unten haben.

Da der für Frauenfragen zu schaffende Posten des “Vatikanischen Beauftragten für Erzkatholische Patronen, Matronen und Neutronen“ erst im Zuge des Dritten Vatikanischen Konzils zur Sprache kommen wird, dürfte jedoch das “Vaterunser” bis zu diesem Zeitpunkt nicht wesentlichen Änderungen unterworfen werden. Allerdings einigten sich die teilnehmenden Parteien darauf, zumindest bis dahin die Formel “Vater unser, der Du bist im Himmel” auf Vater unser, Mutter unser, die, der, das Du bist im Himmel” zu erweitern. Al Unser jr., der Sprecher der katholischen Kirche, welcher schon immer durch seinen extrem harten Kurs auffiel und dementsprechend auch als Hardliner unter den “Vaterunser“-Verfechtern gilt, hinter vorgehaltenen und gefalteten Händen wird er deshalb auch als “Vaterunser-Unser” bezeichnet, sprach deshalb auch nicht von einer endgültigen Entscheidung, sondern von einem “Himmelfahrtskommando mit zeitlich beschränktem Rahmen. Amen.”  

Die neue 7.1. Dolby-Surround CD-Kollektion: Machen Sie aus dem Vaterunser ein genderisiertes Vaterunser, Mutterunser.Freie Zeit“, die, der, das scheinheilige Blog für geschlechtsneutralen Katechismus und genderisierte Vulgata-Übersetzungen, ruft deshalb die vier letzten BesitzerInnen von Gebetsbüchern auf, die entsprechende Passage im eigenen Interesse handschriftlich zu korrigieren, um für den nächsten Gottesdienst einen störungsfreien Betrieb und reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Weiterhin wird empfohlen, mehrmals zuhause in gebückter oder besser noch knieender Haltung vor dem Spiegel das “Vaterunser” “Mutterunser, Vaterunser“ laut und deutlich herunterzubeten, um beim nächsten Mal für die neuen Herausforderungen gerüstet zu sein.

Sollten Sie dabei Probleme haben, können Sie noch heute und hier die von Paul Bögle gesprochene deutsche Version des “Vaterunsers” bestellen. Doping für die geläuterte Seele. Denn eine spezielle “digitally-remastered”-Version mit Bonusmaterial, z.B. eine Hip-Hop Nummer des “Ave Maria und Josef” für den gleichberechtigten gläubigen Mann, garantieren rauschfreies Hörvergnügen ohne die lästigen Störgeräusche hustender Beichtmütter und natürlich auch Beichtväter für viele Betstunden zuhause. Bestellen Sie noch heute die gesamte 74-teilige “Vaterunser-Kollektion“ in nie gehörtem 7.1 Dolby-Surround und Sie erhalten zusätzlich zu Ihrer Bestellung einen handgefertigten Rosenkranz mit dem Qualitätsprädikat “Made in China“. Und das Beste: Die Master-Kollektion können Sie vollständig von der Steuer absetzen.

Und für alle Gläubigen, welche das Besondere suchen: Für 299,90 Euro bekommen Sie die 1287. Neuauflage der Gutenberg-Bibel mit einem Vorwort sowie einer persönlichen Widmung von Al Unser jr. sowie einer auf Ihren Namen ausgestellten Einladung für das Dritte Vatikanische Konzil. Die ersten vier Anrufer dürfen sogar mit drei Begleitpersonen erscheinen. Lassen Sie sich nicht entgehen, wie Paul Bögle die gesamte Gutenberg-Bibel in einem Zug und ohne ein einziges Mal Atem zu schöpfen herunterliest.

So sei es, so ist es, so soll es sein. Amen!     

2 Kommentare »

  1. Schwachsinn! War immer Vater unser……………. soll auch so bleiben !!!!

    Kommentar von christian — 19.5.2011 @ 08:49

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