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11.5.2011

Anabolika zu Dauertiefpreisen

Abgelegt unter: Frei-Zeit — Paul Boegle @ 15:31

Tour de France abgesagt: Riesige Anabolika-Restbestände zu verkaufen

Nachdem nun der Internationale Radsportverband “Union Cycliste International (UCI)“ in Übereinstimmung mit dem Europäischen Interessenverband der öffentlichenTour de France abgesagt: Riesige Anabolika-Restbestände zu verkaufen. Die Profi-Radteams brauchen neues EPO-Blut. ApothekerInnen ”Pharmaceutical Group of the European Union (PGEU)” endgültig die Tour de France abgesagt hat, bleiben die verschiedenen Profiteams des Radsports auf riesigen Mengen Anabolika und sonstiger schwer nachzuweisender leistungssteigernder Substanzen sitzen. Nicht nur, dass schon die Fussball-WM 2014 in Brasilien abgesagt wurden, kommt es jetzt auch im Profi-Radsport knüppeldick.

Denn die Absage des grössten Radsport- und Dopingereignisses der Welt, abgesehen von den Olympischen Sommerspielen, den Olympischen Winterspielen, der Gewichtheber-WM, den Schwimm-Europameisterschaften und nicht zu vergessen der Schach-WM, hat auch weitreichende wirtschaftliche Folgen für die teilnehmenden Mannschaften. Das Problem: Doping-Präparate haben ein Ablaufdatum. Und weil nun eben die Abnehmer fehlen, müssen sich die Teams nach anderen Vertriebskanälen umschauen. Doch die Zeit wird knapp, denn der Radsportverband lässt die Mannschaften einfach im Regen stehen.  

Kalkuliert wurde mit rund 450 Gramm leistungsfördernder Mittel pro Radprofi und Renntag, was rein rechnerisch bei 21 Etappen und 22 Teams, für welche neun Radprofis ihre Venen, Blutbahnen und wohl auch Waden zur Verfügung stellen, ein schönes Paket von rund zwei Tonnen allerfeinsten Dopingmitteln und verbotenen Präparaten. Wer jetzt nachrechnet, wird auf 1,8 Tonnen kommen. Das stimmt, aber vergessen Sie bitte nicht die Bergetappen der Tour de France. Da braucht es schon ein paar Gramm mehr an EPO für den Herzstillstand nach Maß.

Doch die Rechenbeispiele sind hinfällig und Makulatur, denn die Tour de France wird aufgrund zweier Radprofis, welche bei Vorabtests nicht gedopt waren, nun vollständig aus dem Sportkalender gestrichen. Der Renndirektor höchstpersönlich hat sich jetzt zu Wort gemeldet: ”Es ist ein Skandal, wenn die beiden Herren (Namen sind der Redaktion bekannt) glauben, hier als Saubermänner auftreten zu können. Wir haben ganz klar mit den verantwortlichen Teamleitern abgesprochen, dass jeder Profi, der bei der Tour mitfährt, unbedingt gedopt sein muss. Jeder hat sogar eine eidestattliche Erklärung unterschreiben müssen, welche ihn zur Einnahme von mindestens 300 Gramm Anabolika pro Renntag verpflichtet. Mehr wäre natürlich besser, aber mit EPO kann man auch einiges ausgleichen. Mit reicht es endgültig. Die Tour de France ist ab heute gestorben.”

Freie Zeit“, der Blog für Blutarmut und Proteinsynthese, hat den Rennleiter des Profi-Rennstalls “Dope for Hope“, welcher mit einem der aussichtsreichsten Sieganwärter an den Start gehen wollte, zu den Vorwürfen befragt. “Ich kann ihn (Renndirektor der Tour de France, Anm. d. Red.) ja verstehen, schließlich haben wir alle die Vereinbarung auch unterschrieben. Aber ich darf ganz klar versichern, dass in unserer Mannschaft alle Profis bis zum Venenanschlag randvoll mit leistungssteigernden Substanzen sind. Sogar unser Masseur und die beiden Köchinnen lassen sich jeden Tag dreimal von unserem Mannschaftsarzt Anabolika bis zum Abwinken spritzen. Eine unserer Köchinnen kann sogar schon selbst mit den Herren mitfahren und ihnen während des Trainings die Schokoriegel vom Sattel aus rüberreichen. Und unser Masseur ist so weit, dass er die Profis mitsamt den Rennrädern massiert. Aber einfach die Tour abzusagen, ist den gedopten Sportlern gegenüber nicht fair. Es hätte auch gereicht, wenn man diejenigen, welche ungedopt an den Start gehen wollten, auf Lebenszeit sperrt. Wir können nur hoffen, dass unser Team jetzt bei der Formel 1 oder von mir aus auch bei der Rallye Paris-Dakar an den Start gehen darf. Siegchancen hätten wir auf alle Fälle. Wir würden dem Sebastian Vettel schon um die Ohren fahren.” 

Um den Radrennställen aus ihrer Misere zu helfen und die äußerst angespannte finanzielle Situation auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, hat sich “Freie Zeit“, der Blog für Sixpacks, Gehirnschwäche und Gehirnwäsche deshalb entschlossen, die eingelagerten Dopingmittel in Eigenregie zu verkaufen. Wer also ein Fitnessstudio betreibt und unzufriedenen und schwächliche Kundschaft sein eigen nennt, sollte jetzt zugreifen. Ein wohlsortiertes Sortiment hilft beim wohldosierten Exodus der Klientel. Natürlich dürfen sich auch gerne Privatpersonen bei Paul Bögle melden, denen der Hometrainer immer wieder üble Streiche spielt. Und wer der Meinung ist, dass die Hantel mit 2×2,5 kg Gewichten nicht das Maß aller Dinge sein kann, sollte schnellstens die Ärmel aufkrempeln und die Venen freilegen. Getreu dem vielfach erprobten Motto: “Nicht schwitzen, sondern spritzen!”         

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