Raucherlunge für Asphaltierungsarbeiten nutzen
Strassen sollen mit Raucherlungen geteert werden
Aufgrund der angespannten Engpässe auf den weltweiten Rohstoffmärkten für Kupferschiefer, aus welchen wiederum Bitumen für den Strassenbau gewonnen wird, hat sich nun die ASFINAG zu einer ungewöhnlichen Maßnahme entschieden. Im Sommer 2011 sollen auf einem Teilabschnitt der Westautobahn zum ersten Male Raucherlungen für den Strassenbelag verwendet werden.
Ein von der Technischen Universität Wien entwickeltes Verfahren namens “Vignetten-Nicorette“ soll dabei erstmalig zum Einsatz kommen. Dabei wird ein Destillat, welches aus Raucherlungen gewonnen wird, auf den alten Strassenbelag in verflüssigter Form gestrichen. Durch die natürliche Umgebungstemperatur, das Verfahren kann erst ab einer Außentemperatur von +22,4 Grad eingesetzt werden, verdampfen dabei die unerwünschten Hilfsstoffe und zurück bleibt reinstes Teer auf der Oberfläche der Autobahnen. Besonders effektiv haben sich nach Aussage der Forschungsgruppe männliche Lungen erwiesen, welche mindestens mit 46 Zigaretten pro Tag während der Lebzeiten der Organspender bestückt wurden.
Um jedoch einen weiteren zügigen und insbesondere kostengünstigen Strassenausbau mithilfe von Raucherlungen sicherzustellen, benötigt die TU Wien geschätzte 16 Millionen Raucherlungen pro Jahr. Wie die ASFINAG diese Menge langfristig bereitstellen kann, wird zurzeit noch untersucht. Laut Firmenseite bestehe die Möglichkeit, dass der Staat die Tabaksteuer soweit senke, dass dies einen zusätzlichen Anreiz für Jugendliche und bisherige NichtraucherInnen zum Tabakkonsum darstellen könnte. Allerdings hat sich der zuständige österreichische Wirtschaftsminister kritisch zu dem Vorschlag geäußert, da durch die drastische Senkung der Tabaksteuer Steuereinnahmen in Milliardenhöhe verloren gingen.
Andererseits argumentieren die BefürworterInnen der neuen Methode, dass sich dadurch wiederum die Kosten für die Strassenausbesserungen und die Instandhaltungskosten um ein Vielfaches senken ließen. Die sogenannte Raucherlungen-Inhalations-Penetration (RIP) hat zudem den Forschungspreis 2011 der Europäischen Tabakindustrie für die innovativste Methode zur Gewinnung von Lungenkrebs erhalten. Der mit drei Millionen Schachteln Zigaretten ausgelobte Preis wird aber nach Aussage der PreisträgerInnen für weitere Forschungszwecke gespendet.
In diesem Zusammenhang wurde “Freie Zeit“, der Blog für Krebszellen, Meeresfrüchte und andere Schalentiere, damit beauftragt, InteressentInnen von der Notwendigkeit des Rauchens zu überzeugen. Besonders die Tatsache, dass es einfach zu wenig Verkehrstote in Zusammenhang mit Raucherinfarkten gibt, sollte uns zu denken geben. Es wäre deshalb wünschenswert im Sinne der Gesundheit und der immer noch nicht überstandenen Weltwirtschaftskrise, dass wir nun gemeinsam an einem Zigarettenfilter ziehen, um gemeinsam zur Lösung dieser Probleme beizutragen.
Ebenso möchte “Freie Zeit“, der Blog für Organ- und Parteispenden, dringend an Sie appellieren, eine potentielle Raucherlunge nicht einfach ins Grab mitzunehmen, sondern doch im Sinne des Gemeinwohls für Österreichs Strassen zu spenden. Als finanziellen Ausgleich für Ihre Bemühungen bekommen die Hinterbliebenen eine Jahresvignette zum halben Preis. AutofahrerInnen wird deshalb empfohlen, die Westautobahn zwischen der Anschlussstelle St. Pölten-Süd und Salzburg im Zeitraum Mai 2011 bis Dezember 2028 großräumig zu umfahren.

