Marilyn Manson ist pleite
Bankrott von Marilyn Manson erschüttert Musikwelt
Der stets grell geschminkte Frontman Brian Hugh Warner, besser bekannt als Marilyn Manson, ist pleite. Dies gab nun sein Manager im angesehenen Musikmagazin “Rolling Stone” bekannt. Obwohl die “Eat Me, Drink Me“-Tour aus dem Jahr 2007 und das 2009 erschiene Studioalbum “The High End of Low“ viel Geld in die Kassen der Gruppe spülte, musste Manson nun durch seinen Manager bekanntgeben lassen, dass er kein Geld für ein neues Album habe und bereits aus seiner 42 Zimmer Wohnung in Canton, Ohio ausgezogen sei.
Maßgeblich am finanziellen Ruin des Sängers der gleichnamigen Band “Marilyn Manson” dürfte die Fehlinvestition des Rockstars in einen Absinth mit dem Namen “Mansinthe” sein, welchen er in Zusammenarbeit mit einer Schweizer Destillerie entwickelte. Auf Ebay sollen jetzt sogar die zweifarbigen Kontaktlinsen des Sängers, welche zum Markenzeichen von Manson wurden, versteigert werden. Ein privater Bieter hatte vorgeschlagen, die Kontaktlinsen außerhalb der Auktion für einen Betrag von umgerechnet 213,42 Euro kaufen zu wollen, was dem Künstler aber scheinbar nicht genug war.
Durch seine guten Kontakte nach Österreich, Manson stellte im Jahr 2010 eigene Aquarelle im “my space” der Kunsthalle Wien aus, hat der bankrotte Künstler aber zumindest einen gesicherten Job bekommen. Als die Österreichischen Bundesbahnen von der Misere des vor dem Abgrund stehenden Musikers erfuhren, zögerten sie keinen Augenblick und boten ihm einen 42,5 Stundenjob als Zugbegleiter im Railjet Wien - Salzburg - Wien an, welcher tagtäglich auf der Strecke verkehrt. Manson verrichtet dabei seinen Dienst von Montag bis Donnerstag viermal pro Woche, um am Wochenende Zeit für seinen Zweitjob als Fremdenführer im Wiener Narrenturm zu haben.
Besonders die in Spiritus eingelegten menschlichen Überreste dürften dort seine ganze Aufmerksamkeit haben. Ein befreundeter Freund von einer befreundeten Freundin, deren Bekannter ihrer Schwägerin schon eine Führung mitgemacht hat, sagte unlängst, dass die fachlichen Ausführungen einfach grenzgenial waren.
Daneben stellt ihm Mabelline Jade das gesamte Makeup kostenlos zur Verfügung. LeserInnen-Reporter Paul Bögle von “Freie Zeit“, dem Blog für Schienenfahrzeuge und Teufelsaustreibungen, gelang das nebenstehende Foto während der Abfahrt vom Bahnhof Wien Meidling, wo der Zug mit 43-minütiger Verspätung, also planmäßig, Richtung Salzburg abfuhr.
Bereits kurz nach Wels betrat der hünenhafte und an diesem Tag sehr dezent geschminkte Warner alias Manson unser Abteil und mit einem sehr freundlichen “Ka-boom, ka-boom Ka-boom, ka-boom Ka-boom, ka-boom, the Fahrrrrrrrkarten bitte please danke schun!” Fachmännisch beäugte er uns der Reihe nach und hatte für jeden einen freundlichen Blick. Dann zwickte er mit einer einzigem Klack die Fahrscheine, nickte uns zum Abschied noch einmal freundlich zu und leise und zufrieden “… If you die when there’s no one watching, einen schunen Tag noch …” summend, der Rest ging im Quietschen der Türe unter, verließ er unsere kleine schaukelnde Welt.
Als wir mit 58-minütiger Verspätung am Salzburger Hauptbahnhof, also sehr planmäßig, ausstiegen, stand der gefallene Rockstar schon von unzähligen Menschen umringt auf Gleis 4 und half einer alten Dame mit ihrem Schminkkoffer. Gekonnt zog er ihr den Lidstrich nach und verwendete sogar sein eigenes Lipgloss. Dass die alte Frau danach mit blutunterlaufenen Augen durch die Bahnhofshalle stolzierte und von allen bewundert wurde, machte den Schaffner umso stolzer.
Wie “Freie Zeit“, der Blog für ungeschminkte Wahrheiten und Lippenbekenntnisse nun erfuhr, überlegt die Deutsche Bahn, ob sie es ihren österreichischen KollegInnen nicht gleichtun sollte. Und InteressentInnen dürfte es genug geben für diesen höchst lukrativen und gut dotierten Job. Ein gewisser Charlie Sheen hat sich nach Aussage des Pressesprechers bereits zu einem ersten Testtrinken vorgestellt.

