Kannibalen fordern Ökofleisch
Neues Ökosiegel für Bio-Bauern aus eigener Herstellung
Mit einem ungewöhnlichen, aber doch verständlichen Vorschlag ist nun die Vereinigung “Kannibalen Basiszentrum NordSüd Staaten International” (Kabanossi) an die Öffentlichkeit herangetreten. “Wir fordern für unsere Mitglieder ökologisch einwandfreies Menschenfleisch. Gleiches Recht für alle. Nachhaltiger Lebensstil darf auch vor uns nicht haltmachen.” Der eben erst wieder gewählte und auf weitere zwölf Jahre in seinem Amt bestätigte Vorsitzende Meat Loaf schlägt ungewohnt harte Töne an, wenn es um die Vertretung seiner MitesserInnen geht.
Doch angesichts der aktuellen Lage der Menschenfresserinnen und Kannibalen kann “Freie Zeit“, der Blog für altruistisches Verhalten und Nächstenliebe, die Forderungen der Randgruppe durchaus verstehen. Die geradezu dramatischen und vielerorts trostlosen Zuständen machen ein rasches Handeln notwendig. Viele Kannibalen der jungen Generation haben mittlerweile ein massives Trockenfleischproblem. Durch die steigenden Fett- und Blutwerte der Lebendfleisches auf zwei Beinen, die fettreiche Ernährung, aber natürlich auch durch den fortschreitenden Bewegungsmangel des modernen Menschen haben die Grundnahrungsmittel nicht mehr jene essentiellen gesunden Bestandteile wie etwa noch zur Jahrhundertwende des vorigen Jahrtausends.
“Damals konnte unsereins noch herzhaft in einen gekochten Oberschenkel beissen, ohne sich gleich ein Raucherbein zu holen. Das waren noch herrliche Zeiten, als die
menschlichen Innereien ohne Quecksilber und Rußpartikel in den Kochtopf kamen. Aber wenn heutzutage meine Frau einen köstlichen Lungenbraten macht, holen wir uns jedes Mal eine mittelschwere Nikotinvergiftung. Erst letzte Woche habe ich vier Zähne verloren, weil ich auf einen Herzkatheder gebissen habe.” Attila, der Lungenkönig, sitzt traurig am heimischen Lagerfeuer, während er über die guten alten Zeiten sinniert. Aus dem Hintergrund hört man das vertraute Hantieren seiner Frau mit den überdimensionalen gusseisernen Kesseln. Gleich darauf dringt das leise Sirren des scharfen Messers durch die angenehme Stille. Zehnmal macht es leise “Klack”, während die zehn Finger schnell nacheinander auf den Boden des Topfes fallen.
Greenpeace hat nun zusammen mit dem Förderverein Ethnologischer und Transzendenter Tagestätten Europäischer Staaten und dem Deutschen Institut für Nachhaltige Gesundheitprodukte (FETTES DING) ein länderübergreifendes Projekt isns Leben gerufen. Mithilfe von Fördermitteln der EU wurde in Süddeutschland der erste Biobauernhof gegründet, welcher sich auf die Erzeugung ökologischer und nachhaltiger Biobauern spezialisiert hat. “Garantiert ohne Raucherbein” und vollkommen ohne künstliche Aroma- und Konservierungsstoffe werden in 44 Freibauerngehegen wertvolle Grundnahrungsmittel für die Kannibalen erzeugt. Der Verkauf erfolgt dabei ausschließlich über zertifizierte Sklavenhändler, welche das Bio-Bauern-Ökosiegel tragen.
“So können wir gewährleisten, dass hinter den Feinkosttheken auch wirklich nur bestes Bauernfleisch verkauft wird“, erzählt uns der mit dem Forschungsprojekt betraute Europa-Abgeordnete F.X. Feinbein voller Stolz. Ob es denn schon einmal Schwierigkeiten mit den Kannibalen wegen der Ernährungsumstellung gegeben habe, will “Freie Zeit“-Reporter Paul Bögle zum Schluss noch wissen.
“Nicht direkt Probleme. So will ich das nicht sagen. Aber wir vermissen immer noch 17 Greenpeace-MitarbeiterInnen seit ihrem letzten Besuch bei dem sehr gastfreundlichen indigenen Stamm. Kann natürlich auch sein, dass die zu einem Festessen eingeladen wurden und jetzt in den vollen Bäuchen liegen. Mal abwarten, ob wir nächste Woche etwas Neues erfahren. Da ist wieder eine Gruppe von uns eingeladen.”

