Donnerwetter: Heute gibt´s ein Döner-Wetter
Kein morgen ohne heute: Die politische Bühne Fussball
Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass ich diese Überschrift schon einmal vor nicht allzu langer Zeit als Schlusssatz in einem meiner Artikel verwendet habe. Zumindest in ähnlicher Weise. Fragen Sie mich jetzt bitte nicht, in welchem Beitrag. Dass es in keinem direkten Zusammenhang mit den DSDS-Sexgeheimnissen stand und auch kein Bezug zum Sauerstoffmangel bei der Verwendung von Luftballons besteht, ist zwar traurig, wohl aber wahr. Wobei, wenn man diese Schlagzeile genauer hinterfragt, könnte man oder eben ich schon zu der fatalen Schlussfolgerung kommen, dass hier ein gewisser Mangel an Sauerstoff in den oberen Hirnregionen vorgeherrscht hat. Doch da die Ozonschicht mittlerweile ein weltweites Problem darstellt, wollen wir und insbesondere ich kein grosses Drama daraus machen.
Aber ich bin natürlich außer Paul Bögle als Mensch auch ein Blogger, ewig Suchender und manchmal Findender. Und in dieser Vierfachfunktion vereint mich insbesondere die Eigenschaft Lesen. Wer schreiben möchte, sollte deshalb auch das Lesen niemals vernachlässigen. Allerdings habe ich mir heute die Frage gestellt, ob ein gewisses Maß an Analphabetismus in gewissen Situationen nicht sehr hilfreich wäre.
Als Findender habe ich also auch heute wieder etwas gefunden. Und zwar findet, wie ich mich durch weit kompetentere Menschen aufklären ließ, ein sogenanntes EM-Qualifikationsspiel statt. Auf dem Platz stehen sich die österreichische Nationalmannschaft und die GastgeberInnen aus der Türkei gegenüber. So weit, so gut. Weit besser ist natürlich ein gewisser Nationalstolz. Keine Frage, frau und man(n) identifiziert sich eben gerne mit jenen HeldInnen, welche das eigene Land präsentieren. Verlieren will schließlich keiner. Außer ich vielleicht ab und zu meinen Verstand, aber dies ist wieder eine andere Geschichte. Oder sogar ein Fortsetzungsroman.
Hat sich also heute jene “Kein morgen ohne heute” einmal richtig bemüht und einen wirklich exzellenten Beitrag zur Völkerverständigung geleistet. Kurz und prägnant. Einfach in der Wortwahl und doch so tiefsinnig. So etwas lobe ich mir. Da freut man oder eben ich sich schon auf die nächste Ausgabe. Ob nun bei Döner-, Kaiser- oder Donnerwetter spielt dabei auch keine Rolle mehr.
Quelle: Heute Di, 29.03.2011 Nr. 1648

