Rambo kämpft in Niederösterreich
John Rambo befreit March-Thaya-Auen
Jahr für Jahr spielen sich in den niederösterreichischen March-Thaya-Auen erschütternde Szenen ab. Blutüberströmte Menschen, welche ihren zahlenmäßig weit überlegenen Feinden hilflos zu entkommen versuchen. Menschen in einer vom Schicksal gebeutelten Region unvorstellbaren Ausmaßes, vergleichbar vielleicht nur noch mit dem vom parteiwechselnden FPÖ-BZÖ-FPK Landeshauptmann Gerhard Dörfler regierten Bundesland Kärnten. Sie wissen schon, der Landeshauptmann und die einstige Lippitzbachbrücke, welche auf seine Initiative in Jörg-Haider-Brücke umbenannt wurde. Einfach genial! Und so genial einfach.
Bildquelle: Kleine Zeitung
Aber lassen wir Kärnten aus dem Spiel und wenden wir uns wichtigen Dingen zu. Also, nicht dass Kärnten nicht wichtig ist, aber eben in diesem ganz speziellen Fall eben nur von untergeordneter Wichtigkeit. Höchstens, Kärnten kann mit einer veritablen Gelsenplage dienen. Dann natürlich steht Kärnten mit den March-Thaya-Auen auf einer Wichtigkeitsstufe, also in Augenhöhe mit dem Land Niederösterreich sozusagen. Rein sinnbildlich, versteht sich selbstverständlich. Wobei der Erwin Pröll als Landeshauptmann der March-Thaya-Auen und dem übrigen Umland namens Niederösterreich dem Kollegen aus Kärnten nie und nimmer das Wasser reichen kann. Zumindest, wenn es um die Witzigkeit geht. Einfach witzig! Und so witzig einfach.
Warum fällt mir dies gerade dann ein, wenn ich eigentlich über John Rambo und seine Tätigkeit als Söldner in den Diensten von Niederösterreich schreiben und berichten möchte. Nun ja, der Grund ist mein Artikel von gestern. Sie haben ihn sicherlich noch in Erinnerung, war schließlich kurz und prägnant. “Mohr im Hemd aus Österreich ausgewiesen.” Ich sehe, es dämmert. Und in diesem Zusammenhang fällt mir eben ein Witz, zumindest hat ihn eben jener LH Gerhard Dörfler als solchen bezeichnet, ein, welcher für ungläubiges Erstaunen und gläubiges Lachen gesorgt hat. Sie können den Witz auf “Die Sonne ist vom Himmel gefallen” nachlesen, wenn Sie mir misstrauen. Ich sage Ihnen aber gleich. Nachdem Sie diesen Brüller aus Kärnten gehört haben, wird Ihnen Hören und Sehen vergehen. Nein, jetzt haben Sie mich völlig falsch verstanden. Mit dem Brüller aus Kärnten meine ich nicht den Landeshauptmann himself, sondern den Witz vom Landeshauptmann himself. Mein Fehler, ich hätte mich rhetorisch etwas klarer ausdrücken müssen.
Aber da Sie dies nicht tun, also mir misstrauen, lasse ich Sie jetzt am brüllend komischen Humor eines Gerhard Dörfler teilhaben. Vielleicht kennen Sie ihn aber sowieso schon, denn er wurde von ihm immerhin schon im Jahr 2008 zum Besten gegeben. Der Witz, ich spreche der Einfachheit halber eben auch von einem solchen, wenn dies auch ziemlich witzlos ist, geht folgendermaßen:
“Sitzen eine “Negermama” und eine weisse Frau in einem Zug. Und beide Mütter stillen ihre Babies. Aber plötzlich hört das weisse Baby auf zu trinken und
zeigt auf das Negerbaby.” Halten Sie sich jetzt bloß mit beiden Händen irgendwo fest und hören Sie um Gottes willen auf zu trinken oder was Sie auch sonst im Moment machen. Denn nun kommt die Pointe. “Mama, ich will auch Kakao.” Na, habe ich Ihnen zuviel versprochen. Ist das nicht Humor vom Allerfeinsten vom Herrn Landeshauptmann. Einfach genial! Und so genial einfach. Das ruft in mir doch gleich ebenfalls Assoziationen hoch. Aussen weiss und innen braun.
Aber eigentlich wollte ich ja über John Rambo und seine Stippvisite in den March-Thaya-Auen erzählen. Ich habe also irgendwo eine Meldung gelesen, dass ”Land NÖ will Gelsen mit Bakterien bekämpfen“. Die Meldung entspricht ausnahmsweise einmal der Wahrheit, was man ansonsten von “Freie Zeit“, dem Blog für Witzfiguren und Kakaoplantagen, nicht allgemeingültig sagen kann. Und eigentlich sollte dieser Artikel vollkommen anders aufgebaut werden, aber irgendwie bin ich aufgrund der politischen Fröhlichkeit total aus der Bahn geworfen worden. Ich hatte mir gedanklich ein solch abstruses Gerüst aufgebaut, wie ich Herrn Rambo mit nacktem, verschwitztem und muskulösem Oberkörper Seite an Seite mit Erwin Pröll und der Landesrätin Karin Scheele als Ideengeberin für diesen ‘Vorschlag in den March-Thaya-Auen gegen Millionen von Gelsen kämpfen lasse.
Aber jetzt mag ich nicht mehr. Hat doch wieder einmal die Politik meine perfiden und finsteren Pläne durchkreuzt. Einfach genial! Und so genial einfach.

