Schreckliches Massaker am St. Patrick´s Day
Parteitag der Grünen von Unglück überschattet
Es sollte eigentlich ein fröhliches Fest wie jedes Jahr am 17.03. werden. Doch dieses Jahr hatte sich die Parteispitze der Wiener Grünen etwas Besonderes zum St. Patrick´s Day einfallen lassen. Pünktlich um 9:00 Uhr legte des angemietete Boot mit den Parteimitgliedern und zahlreichen Gästen am Donauufer ab. Willkommen war jeder und so füllte sich der Dampfer bis zum letzten Platz mit SympathisantInnen der einzig wählbaren Partei des Landes. An Bord war auch Paul Bögle, rasender Reporter von “Freie Zeit“, dem Blog für Laubfrösche und Froschperspektiven.
“An der Schleuse Nussdorf hatte ich schon irgendwie ein komisches Gefühl. Als ob wir verfolgt werden. Ich hab zwar dauernd geschaut, aber niemanden gesehen. Also hab ich gedacht, dass ich mir alles nur einbilde“, sagt der völlig erschütterte Mann, während er sich vor Kälte und Angst zitternd die Wolldecke um die schmächtigen Schultern legt. Mit beiden Fäusten hält er sich an den Zipfeln fest und klammert sich hilfesuchend daran fest, um so die Erinnerungen an das grausame Erlebnis aus dem Gedächtnis zu streichen. Doch immer wieder wogen neue Bilder auf, schieben sich unbarmherzig in den Vordergrund. Er steht am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Stockend und mit tränenerstickter Stimme erzählt er weiter, immer wieder wird er von neuen Weinkrämpfen geschüttelt.

Bildquelle: Canada specials
“Bei der Schleuse Krems ist es dann passiert. Plötzlich wurden wir angegriffen. Überall standen Männer in schwarzen Anzügen und haben furchbar geschrien. Es war wie eine schwarze unheilvolle Wolke, welche sich da rasend schnell am Ufer ausgebreitet hat. Und einer, so ein älterer Mann mit Glatze, der war der Anführer, hat dauernd mit einem Buch auf uns eingedroschen. Und dabei hat er geschrien. Wenn ihr das nicht unterschreibt, kann euch keiner mehr helfen, hat er dauernd geschrien. Ich hab das Buch gesehen. Erst hab ich gedacht, dass das die Bibel ist. Aber das war noch viel schlimmer. Da stand ganz gross ÖVP-Parteibuch drauf.” Wieder wird Paul Bögle von einem Weinkrampf gepackt. Mehrere Stunden sitzt er apathisch am Donauufer und schüttelt nur fassungslos den Kopf, während die leblosen Körper aus dem Wasser gefischt werden.
“Ich hätte es wissen müssen. Sobald wir im Hoheitsgewässer von Niederösterreich sind, wird irgendwas passieren. Das war schon immer so. Der mit dem breiten
Scheitel kennt da keinen Spaß. Die machen hier keine Gefangenen.” Flüsternd und mit vor Angst geweiteten Augen blickt der Mann ins Leere, während ihm die glitzernden Tropfen des Flusses langsam über die Wangen rinnen und sich mit dem Salz seiner Tränen vermischen. Vorsichtig kommen zwei Rettungssanitäter und heben den vollkommen entkräfteten Mann auf eine Trage. Eine mitfühlende Frau träufelt ihm behutsam einige Tropfen Stärkungsmittel auf die blauen Lippen.
Bevor sich die Türen des Rettungswagens schließen, richtet er sich noch einmal auf und blickt lange auf den träge dahinziehenden Strom. Das Wasser ist grün gefärbt. Am Horizont versinkt langsam die Sonne. Zitternd greift er nach dem Kugelschreiber und unterschreibt auf der leeren Seite mit seinem Namen. Dann fällt er in eine lange Ohnmacht. Das nicht endenwollende Lachen dringt nicht mehr zu ihm durch.
Bildquelle: Kurier: Kabarett Simpl sucht Erwin-Pröll-Double
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