Dickdarm leidet unter Bulimie
Dünnpfiff ist schuld
Laut einer medizinischen Studie leiden immer mehr Dickdärme unter Bulimie. Die Langzeituntersuchung unter Leitung des niederländischen Gastroenterologen Prof. Dr. Shit van Happens , welche im öffentlichen Damen-WC des Bahnhofs von Drücken, einem Vorort von Kot am hohen Berge, stattfand, kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass mehr als 100 Prozent der 423 ProbantInnen am sogenannten Dickdarm-Dünnpfiff-Syndrom leiden. Die ausgewerteten Stuhlproben ergaben, dass willentlich herbeigeführter Stuhlgang bei XXL-Därme, wie der Dickdarm im Fachjargon bezeichnet wird, im Gegensatz zu den Dünn- oder Small-Size-Därmen, um ein Vielfaches höher ist.
“Hauptursache dürfte wahrscheinlich der Stuhlgang sein, welcher sich bei allen teilnehmenden Personen einstellte. Obwohl wir den betroffenen Dickdärmen immer wieder anhand einer Darmspiegelung zeigten, wie schön sie sind, konnte bei keinem eine signifikante Änderung des Verhaltens festgestellt werden. Die seelischen Probleme der permanenten Abgeschiedenheit dürfte wohl der ausschlaggebende Faktor für die andauernde Sucht nach Entleerung sein. Wir wissen alle, dass Dickdärme ein Schattendasein führen. Und dieses müssen wir gemeinsam bekämpfen.” Der Mediziner sprach deshalb nun die Empfehlung aus, eine geeignete psychiatrische Behandlung bei den Patienten in die Wege zu leiten. “Solange die Patienten der Meinung sind, dass alles in ihrem Leben ”Scheisse” ist, wie ein Dickdarm im fortgeschrittenen Alter wortwörtlich sagte, glaube ich nicht, dass wir die Därme zu einer vernünftigen Dickdarmtätigkeit bewegen können. Die meisten sind so überzeugt von ihrer braunen Vergangenheit, dass sie nur in ihrer braunen Zukunft eine vernünftige Alternative sehen. Oder um es mit den Worten einer Betroffenen treffend auszudrücken: Die Kacke ist jetzt richtig am Dampfen.“
Deshalb wurde nun eine Kommission gebildet, welche die möglichen Heilungschancen von erbrechenden Schließmuskel-Verlängerungen untersuchen soll. Begleitend dazu sollen endoskopische Maßnahmen helfen, den Dickdarm aus seiner Isolation zu holen und ihm die Möglichkeit der Kommunikation mit der Außenwelt eröffnen. In einer ersten Versuchsreihe konnte das dauerhafte Rinnsal eines Patienten soweit gestoppt werden, dass sogar die Hämorrhoiden für einen kurzen Moment wieder zum Vorschein kamen. “Natürlich müssen wir richtig tief unter der Oberfläche graben, um die wirklichen psychischen Probleme an das Licht der Keramikschüsseln zu holen. Aber ich sehe ein kleines Licht am Horizont“, zeigte sich Shit van Happens von der eingesetzten Methode begeistert.
Meldung am Rande ohne expliziten Bezug auf den Artikel und deshalb auch ohne Hinter(n)-Gedanken und absolut wertfrei. Einfach nur, weil ich dies gelesen habe. Also vollkommen aus dem Zusammenhang geschissen gerissen. Sozusagen weil ich den leeren Platz auffüllen musste. Eben nur deshalb, damit der Artikel nicht allzu kurz gerät. Der Prozess gegen den oftmals braun gebrannten braungebrannten österreichischen BZÖ-Parlamentarier Stefan Petzner endete mit einer sogenannten Diversion. Der Intimus des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider wurde jetzt zu einer Strafe von 38 000 Euro verurteilt (siehe z.B. Die Presse: Stefan Petzner belastet Jörg Haider schwer).
Sie sehen, mehr war nicht. Eine völlig alltägliche Meldung. Muss man kein großes Trara veranstalten. Oder Lei-Lei, wie die Kärntner Faschingsprinzen und selbstverständlich auch Prinzessinnen sagen würden. Aber Fasching ist ja vorbei, habe ich gelesen. Also wünschen wir alle gemeinsam, ich hoffe, Sie schließen sich diesen Wünschen an, den Dickdärmen baldige Besserung. Es reicht schließlich, wenn die ganzen Laufstege der Modewelt vollgekotzt werden.


