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25.2.2011

Fussball-WM 2014 in Brasilien abgesagt

Abgelegt unter: Zeit ist Geld — Paul Boegle @ 10:28

Keine Fussball-Weltmeisterschaft im Jahr 2014

Nachdem vor wenigen Tagen der Auftakt zur Formel 1 in Bahrain aufgrund der politischen Unruhen am Persischen Golf endgültig abgesagt wurde, trifft es nun das nächste Großereignis im Weltsport. Auch die 2014 in Brasilien geplante Fussball-WM wird nun definitiv nicht stattfinden. Grund für den drastischen Schritt von FIFA-Präsident Joseph Blatter sind dabei aber keine politischen Beweggründe, sondern es handle sich dabei, wie Blatter gegenüber “Freie Zeit“, dem unter Korruptionsverdacht stehenden Blog für Schmiergelder und Kapitalflucht betonte, um eine rein sportliche Maßnahme.

Die Luft ist einfach raus” sagte der oberste FIFA-Funktionär völlig konsterniert und zeigte mit voller Brieftasche und zitterndem Finger auf den Grund für seine überraschende Entscheidung. “Es macht einfach keinen Sinn mehr, jetzt noch eine Fussball-WM zu veranstalten, wenn der Fussball-Weltmeister bereits drei Jahre vor dem eigentlichen Ereignis schon feststeht. Die Spannung ist weg. Es ist ein Skandal, was hier vor sich geht.”

Den Eklat für die Absage des grössten sportlichen Ereignisses, abgesehen von der im August in Buenos Aires fixierten Bowling WM der Herren und der Anfang September 2011 in Hongkong beginnenden Bowling WM der Damen, war dabei Beutelratte Heidi. Ursprünglich sollte das niedliche und in alle Richtungen schielende Opossum mit dem bezeichnenden Namen Heidi die Oscar-Preisträger 2011 vorhersagen, fand sich dann aber dazu berufen, ungefragt in die viel zu großen Fußstapfen des ungekrönten Propheten-Weltmeisters Paul, jener leider viel zu früh verstorbenen Krake mit hellseherischen Qualitäten, zu treten. Anstatt sich um die ihr aufgetragene Aufgabe zu kümmern, steuerte die windige und durchtriebene Beutelrättin schnurstracks auf die ebenfalls aufgestellten Flaggen der Teilnehmer der Fussball-WM zu und entschied sich trotz mehrmaliger verzweifelter Zurufe, den Fussball-Weltmeister 2014 bereits im Jahr 2011 bekanntzugeben.Opossum Heidi kürt Österreich zum fussball-Weltmeister 2014.

Und obwohl solche Hochkaräter wie Brasilien, Argentinien, England oder Deutschland in der ersten Reihe der zur Disposition kommenden zukünftigen Weltmeister standen, lief die kleine Beutelratte bis in die hinterste Reihe, ein Zeichen ihrer Konditionsstärke und der unglaublichen zweiten Luft, welche gerade für Beutelratten nicht unbedingt alltäglich ist. Nachdem das zierliche Pelzknäuel lange und ausgiebig an den Flaggen von Amerikanisch-Samoa und Papua-Neuguinea schnüffelte, ohne diese aber letztendlich zu berühren, entschied sich das kluge Tier schließlich für Österreich.  

Während Österreich jubelt und seither geschlossen im Delirium liegt und sich über den überraschenden Titelgewinn freut, ist die Fussball-Welt entsetzt. Pele, brasilianischer Ex-Weltmeister, sprach öffentlich von einem Skandal und bezichtigte alle Beutelratten dieser Welt des Betruges. Ähnlich hart ging Franz Beckenbauer mit dieser hinterlistigen Spezies, aber auch mit Österreich ins Gericht: “Kitzbühel wird wohl in Zukunft ohne mich auskommen müssen. Ich hatte immer schon den Verdacht, dass dort eine Intrige geschmiedet wird.” Diego Maradona dagegen blieb nach der Entscheidung von Heidi einfach die Luft weg. Ein Umstand, welcher allerdings mehrere und wohl auch andere Gründe haben könnte. Selbst Christoph Daum meldete sich zu Wort und erklärte, dass er nun dem Fussball endgültig “Lebewohl” sagt, weil er, so wörtlich, “schon seit langer Zeit die Nase voll” habe.  

Selbst der WWF hob mit sofortiger Wirkung das Artenschutzabkommen für die possierlichen Nager auf und verständigte sich mit der NATO auf ein groß angelegtes Luftlande-Manöver, um die Urheber dieser Angelegenheit dingfest zu machen.  

Einzig Lothar Matthäus, obwohl gerade mit den Planungen für seine 34. Hochzeit beschäftigt, erklärte sich bereits, neuer Nationaltrainer von Österreich werden zu wollen. Allerdings hat nun Amerikanisch-Samoa offiziell Protest gegen die Entscheidung eingelegt. Denn ausgewertete Zeitlupenaufnahmen sollen beweisen, dass das Opossum Heidi mit dem linken Barthaar die Flagge des kleinen Inselstaates berührte, bevor es sich für Österreich entschied. Und dies würde bedeuten, dass Österreich seinen eben gewonnene Titel wieder abgeben muss. Dies wiederum hat nun Lothar Matthäus veranlasst, seine Hochzeitsfeierlichkeiten in Rattenberg, der kleinsten Stadt Österreichs, abzusagen und nach Pago-Pago, der Hauptstadt von Amerikanisch-Samoa, zu verlegen.              

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