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21.2.2011

Mann im Mond wird delogiert

Abgelegt unter: Zeit-GenossInnen — Paul Boegle @ 00:43

Spielschulden für Ruin verantwortlichMann im Mond sucht neue Wohnung. Mann im Mond wird delogiert.

Wie der Lunar-Express gestern meldete, wird der Mann im Mond nun per Gerichtsbeschluss mit Ende des Mondkalenders aus seiner 437-Krater-Wohnung delogiert. Die Zwangsräumung erfolgt aufgrund der rückständigen Mietschulden, welche sich mittlerweile auf umgerechnet mehr als 270 000 Euro beziffern. Obwohl der säumige Schuldner gegenüber dem Gericht beteuerte, innerhalb des nächsten Monats die Gesamtsumme begleichen zu wollen, schenkt ihm der Vorsitzende HAL 9000 kein Gehör mehr.

Die Härte des Urteils wird dadurch begründet, dass es sich beim Mann im Mond um einen amts- und allbekannten Mietnomaden handelt, welcher bereits seit Jahrhunderten unzählige Vermieter um ihre Miete geprellt hat. So wartet etwa die Venus von Milos immer noch auf eine Restschuld, der Mars macht seit 217 Jahren schon mobil gegen den interstellaren Schuldner und hinter dem Mond gleich links haben sich verschiedene Sternenbanner der Milchstrasse zu einer Lynchgemeinschaft zusammengerottet, welche nach eigener Aussage zu allem bereit ist. Außer zum Verhandeln natürlich.

Selbst eine zugesicherte Bürgschaft von Neil Alden Armstrong, einem entfernten Verwandten, welcher allerdings nach eigenem Bekunden seit Juli 1969 keinen Kontakt mehr mit dem allbekannten notorischen Spieler hatte, konnte die Entscheidung der HöchstrichterInnen verhindern. “Das ist natürlich ein kleiner Shit für mich, aber ein grosser Scheiß für den Mann im Mond” erklärte Armstrong vor laufenden Kameras, bevor er sich in seinen viel zu engen Raumanzug quetschte, um dem Schwager 14. Grades beim Umzug aus seiner Kraterlandschaft zu helfen.

Nachdem bekannt wurde, dass auf Pluto nun eine 254-Krater-Sozialwohnung frei wird, dürfte sich das weitere Schicksal des bankrotten Zeitgenossen bereits entschieden haben. Mit der Einschränkung, dass Hautiere dort absolut verboten sind, besonders Hunde.

Wer allerdings für die Renovierungskosten der zugrundegerichteten Luxusbehausung auf dem Mond aufkommt, steht immer noch in den Sternen. Weiterhin dürfte es mehr als fraglich sein, ob der Mann im Mond überhaupt ungehindert sein Domizil verlassen kann, bevor er seine Spielschulden nicht beglichen hat. Ein Herr, welcher sich gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog für Luftverknappung und Halsabschneider unter dem Pseudonym E.T. vorstellte, sagte bereits unmissverständlich: “Ich werde jetzt erst einmal nach Hause telefonieren und dann sehen wir weiter. Wenn er nicht zahlt, brech ich ihm seinen Nachhause-telefonieren-Finger.” Eine klare Drohung und Beweis für die Tatsache, dass sich der Mann im Mond wohl kaum ungestraft aus seiner derzeitigen Lage aus dem Mondstaub machen kann.

Houston hatte ein Problem. Aber verglichen mit den Problemen des Mannes im Mond war Apollo 13 geradezu harmlos. Wir wünschen ihm deshalb alles Glück dieses Planeten. Allerdings erst dann, wenn er mir die 16,53 Euro zurückbezahlt hat, welche er beim Zocken verloren hat.

Originalbild: Berufsverkehr        

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