Neue Unruhen in Ägypten: Nase der Sphinx fehlt
Das Land am Nil kommt nicht zur Ruhe
Nach den tiefgreifenden politischen Umwälzungen in Ägypten und dem erhofften Reformprozess steht dem Land der Pharaonen neuer Ärger ins Haus respektive in die Pyramiden. Grund hierfür ist ein Geheimfoto, aufgenommen durch einen amerikanischen Spionagesatelliten, welcher zufällig gerade arbeitslos im Weltall kreiste. “Freie Zeit“, der Blog für Sonnengötter und Altertumsforschung, hatte dabei wieder einmal die richtige Nase und riss sich das damen- und herrenlose Geheimpapier unter den Nagel.
Da jedoch im Moment sämtliche Truppenkontingente der USA und der NATO im Einsatz sind, Österreich erst Freiwillige für ein Berufsheer finden muss und die UNO-Blauhelme gerade ihre Helme neu lackieren, stellte sich die deutsche Bundeskanzlerin wie ein Mann eine Frau der Herausforderung. Der Umstand, dass ihr Verteidigungsminister seinen Doktortitel mithife der Geheimkombination Strg-Alt-C und Strg-Alt-V überarbeitet und sich dementsprechend neuen akademischen Herausforderungen stellen muss, erforderte dabei ein gewisses Improvisationstalent der deutschen Staatsoberhäuptin (bitte nicht Staats-Oberhäuptling).
Grund für die neuerlichen Unruhen in Ägypten oder besser gesagt Stein des Anstosses ist das plötzliche Fehlen eines überdimensionalen Riechorganes. Nein, wir sprechen
hier nicht von der Nase von Mike Krüger, sondern es handelt sich um das mysteriöse Verschwinden dieses Riechkolbens. Kara Ben Nemsi, ein Halbneffe 90sten Grades von Old Shatterhand und seines Zeichens Fremdenführer in Kairo, erklärte gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog für Erklärungsbedürftige und andere mittellose Neurotiker: “Es ist unfassbar, was hier passiert ist. Erst gestern war ich noch mit einer Gruppe Schweizer AlpinistInnen oben auf der Pyramide und wir haben uns diese herrliche Nase im Abendrot angesehen und alles war in bester Ordnung. Und heute bei Sonnenaufgang, als ich mit einer Gruppe alpinistischer SchweizerInnen hierher kam, traute ich meinen Augen nicht. Die Nase war fort. Einfach weg. Und kein Mensch will etwas gesehen haben. Zahi Hawass (Anm. d. Red.: Ägyptischer Minister für Altertumsgüter) hat angekündigt, dass er jeden Stein umdrehen will, wenn die Nase nicht bis morgen wieder dort ist, wo sie hingehört.”
Angela Merkel höchstpersönlich sicherte der ägyptischen Regierung jetzt ihre Unterstützung zu und flog zusammen mit ihrem neuen Nasenminister für auswärtige Angelegenheiten, dem bereits angesprochenen Mike Krüger, in das Land der Pharaonen. Krüger, ein anerkannter Experte für Riesen-Riechorgane, nahm sich umgehend vor Ort der Sache an und packte das Problem an der Nasenwurzel an.
In einer im ägyptischen Wüstensand stattfindenden Notoperation ohne Vollnarkose (die mitgebrachten Narkotika reichten gerade einmal für die Nasenschleimhäute) stellte der neue Minister für nasale Laute die Hälfte seiner eigenen Nase zur Verfügung, nicht ohne vorher zu versichern: “Ich kann es mir schließlich leisten. Wer mit einer solchen Nase gesegnet ist, kann ruhigen Gewissens 90 Prozent (Anm.d. Red.: Im politischen Jargon ist das genau die Hälfte) seiner Nasenmasse einem guten Zweck zur Verfügung stellen, ohne dass er deswegen gleich sein Gesicht verliert.”
Bildquelle: Stuttgarter Nachrichten
In einem Festakt wurde nun am gestrigen Tag unter Beisein zahlreicher Prominenz aus Politik und Schönheits-Chirurgie die neue Sphinx dem staunenden Publikum vorgestellt. Kara Ben Nemsi, der Vollblutsbruder von Winnetou in der Halbliterklasse, war dabei zu Tränen gerührt: “Es ist unfassbar, einfach unglaublich. Welch Wunderwerk der Technik. So eine formvollendete Nase gab es erst einmal. Aber diese brüchige Nase ist leider viel zu früh von uns gegangen.” Sprach´s und führte eine 63-köpfige Touristengruppe geschlossen durch das linke Nasenloch.

