Verona Pooth wegen KiK im Hungerstreik
Verona Pooth protestiert gegen Textildiscounter KiK
Verona Pooth, das Aushängeschild in Sachen “… als wie man denkt!” und der damit verbundenen KiK-Werbung hat sich nun zu einer außergewöhnlich ungewöhnlichen Protestaktion gegen die seit langem im Raum stehenden Praktiken von KiK entschlossen. Frau Pooth wird bis auf weiteres in Hungerstreik treten und notfalls auch in einen anschließenden Durststreik. Nachdem Frau Pooth, ihres Zeichens Testimonial beim Billigtextil-Anbieter KiK, jenen Film von Christoph Lütgert in der ARD mit dem Titel “Die KiK-Story”
zum 24 Mal sah und auch verstand, blieben ihr bis auf fünf Worte alle anderen im bebenden Hals stecken. “Schlechter als wie man denkt!” brachte die vollkommen am Boden zerstörte Verona Pooth noch über die blutleeren Lippen, bevor sie sich über der neuesten 1,99 Euro T-Shirt Kollektion aus Bangladesh erbrach und in weiterer Folge auf dem “Kotziger als wie man denkt!” Erbrochenen zusammenbrach.
Nachdem Frau Pooth dank einer 5,– Euro Stundenlohn Putzfrau, welche mit einer Damen-Strickjacke um 7,99 Euro den notwendigen Sauerstoff in ihr “Älter als wie man denkt!” Gesicht gefächelt hatte, wieder zu sich kam, beschloss sie spontan, den leidgeplagten Näherinnen und ebenso -geprüften MitarbeiterInnen mit einer noch nie dagewesenen Aktion ihre Verbundenheit und Solidarität zum Ausdruck zu bringen.
“Freie Zeit”, der Blog für Sklavenarbeit und Elasthan-Damenslips, hat Frau Pooth nun zu einem sehr kurzen Kurzinterview zu ihrer bevorstehenden Protestaktion gegen die KiK-Textilkette befragt.
Freie Zeit: “Frau Pooth, wir haben Sie selten so niedergeschlagen als wie man denkt gesehen. Sind Sie so erschüttert als wie man denkt über die Geschäftsgebaren von KiK?”
Verona Pooth (denkt länger nach als wie man denkt über die Frage): “Ja!”
Freie Zeit: “Frau Pooth, Sie haben sich nun zu einer ungewöhnlichen Maßnahme entschieden, um Ihre Solidarität gegenüber den ausgebeuteten Arbeiterinnen und Arbeitern, welche im Dienste von KiK stehen, zu bekunden. Erzählen Sie einmal!”
Verona Pooth (denkt noch länger nach als wie man denkt): “Also, ich hab diesen Film gesehen. Da wo diese Arbeiterinnen in Banla, in Bangsa, Balagesch, also dieses Wort ist schwieriger als wie man denkt. Also wo diese Frauen im Ausland eben für KiK diese neuen Kola, Kollak, Kackalonen, Koalitionen oder so, die neuen Sachen eben zusammennähen. Das Wort ist ja noch schwieriger als wie man denkt. Und deshalb esse ich jetzt noch weniger wie diese armen Menschen, also gar nichts.”
Freie Zeit: “Frau Pooth, Ihr Hungerstreik in allen Ehren. Aber was versprechen Sie sich durch Ihre Aktion? Glauben Sie, dass dann KiK-Gründer Stefan Heinig nicht mehr der Meinung ist, dass “weniger Lohn besser ist” und in Zukunft Mindestlöhne zahlt?”
Verona Pooth (steht schneller auf als wie man denkt): “Nein, natürlich zahlt er nicht mehr. Aber schauen Sie mich und meine wohlgeformten Rundungen an. (Frau Pooth zeigt mir stehend ihren wohlgeformten Körper und ich werde trotzdem nicht geiler als wie frau denkt). ”Wenn ich jetzt zum Hungern anfange, dann habe ich bald eine viel kleinere Konfektgrösse, also die Kleidergrösse eben. Und je kleiner mein Konfekt ist, also die Grösse von meinen Kleidern, desto weniger Stoffe müssen die armen Leute dort in diesem Ausland mit diesem ”Schwieriger als wie man denkt”-Namen für mich zusammennähen. Und wenn die dort weniger zusammennähen müssen, sind sie auch schneller fertig. Und dann können die dort auch früher nach Hause gehen und brauchen weniger arbeiten. Ist doch einfacher als wie man denkt.”
Freie Zeit (sprachloser als wie man denkt): “Frau Pooth, ich danke Ihnen für das Gespräch.”

