Josef Pröll: Gipsbein durch Wortbruch
Unfall des österreichischen Finanzministers Josef Pröll
Nimmt denn die Unglücksserie in unserem schönen Land kein Ende? Hat es erst vor kurzem den nicht ganz so bissfesten Landespolizeikommandanten Karl Mahrer erwischt, wurde nun der österreichische Finanzminister Josef Pröll Opfer eines Unfalls.
Zu einem tragischen Unfall kam es jetzt während der neuen ungeplant
geplanten Steuererhöhungen, welche die beiden Regierungspartner der österreichischen Bevölkerung schenken. Als Bundeskanzler Werner Faymann von der SPÖ und Vize-Kanzler Josef Pröll von der ÖVP mit steuergeschwellter und nicht minder stolzgeschwellter Brust vor die Presse traten, ereignete sich plötzlich ein verheerender Wortbruch, welcher den Finanzminister mit voller Wucht traf.
Die schockierte Presse wurde Augenzeuge, wie sich plötzlich aus dem Wort “Steuer”, welches die beiden Staatsmänner gemeinsam vor laufenden Kameras der Öffentlichkeit präsentierten, das rote ”S” aus dem Wort “Steuer” löste und unter Gepolter auf das schwarze Finanzminister-Bein des Josef Pröll fiel. Die Verblüffung stand Werner Faymann ins Gesicht geschrieben, als er auf seine Hände blickte und nur noch die kümmerlichen Reste “teuer” in seinen roten Regierungsfingern hielt.
“Hoppala, ein kleines Missgeschick, lieber Werndi!” Mit schmerzverzerrtem Gesicht blickte Josef Pröll auf sein rechtes Wadenbein, wo sich das verlorengegangene “S” verzweifelt in das schwarze Fleisch verbiss. “Macht nichts, lieber Pepi! Ich hab den Rest. Und der ist verdammt teuer!”
“Freie Zeit“, der Blog für wohldosierte Wirtschaftskriminalität, reichhaltige Wortspenden und adäquate Steuerhinterziehung zeigt die erschütternden Bilder der Causa “Der Wortbruch 2010″ natürlich exklusiv.
Allerdings nahm Josef Pröll den Fauxpas mit Humor: “Sehen Sie, meine Damen und Herren! Durch das fehlende “S” wird das Steuerpaket schon wesentlich leichter. Ich habe es schon immer gesagt: Ich bin für Steuererleichterungen!”
Auch Bundeskanzler Werner Faymann war die Erleichterung spürbar anzumerken. Und vor lauter Freude hielt er die restlichen Steuern unmerklich noch etwas höher: “Ich habe es Ihnen schon immer gesagt. Wenn Steuererhöhungen kommen, trage ich diese selbst. Wie Sie sehen, wird alles teuer. Und am teuersten natürlich mein teurer Freund Pepi.” Sprach´s und führte nach Rücksprache mit dem Finanzminister eine sogenannte Gipsbein-Steuer ein, wobei er allerdings betonte: “Ich bitte hiermit zum Wohle Österreichs alle Bürger: Fahren Sie Ski! Am besten schwarze Pisten mit 3,4 Promille im Blut. Nur wer sich für Österreich beide Beine bricht, leistet einen weiteren wertvollen Beitrag für dieses unser Land. Und für alle unsere ausländischen Freundinnen und Freunde! Sollten Sie sich in Saalbach Hinterglemm oder wo auch sonst immer in unserem wunderschönen Lande Ihr Bein brechen, besuchen Sie das örtliche Spital in Österreich. Begehen Sie keine Steuerflucht, indem Sie sich Ihr Bein im Ausland schienen lassen. Wir haben bereits mit Deutschland und der Schweiz, aber auch allen anderen EU-Ländern und speziell mit Südtirol, ein Doppel-Gipsbein-Abkommen abgeschlossen. Nur wer richtig bricht, kann richtig blechen! Also machen Sie keine Fax´n beim Hax´n! Danke!”
Bildquelle: Foto © APA
Tapfer humpelte der durch die Wortbruch-Affäre schwer grinsende gezeichnete Finanzminister Richtung Regierungsbank. Auf Anfrage von “Freie Zeit”, dem Weblog für Wirtschaftsflüchtlinge und Bilanzfälscher, was denn nun mit dem verloren gegangenen “S” geschehe, gab Josef Pröll lapidar zur Antwort: “Das hab ich mir vom Faymann einrahmen lassen. Weil zuhause ist mir eingefallen, dass mir für mein neues “Parpaket” noch ein wichtiges “S” fehlt. Und jetzt kann ich endlich ein neues “Sparpaket” daraus machen.”

