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22.10.2010

Wanderarbeiter verbreiten Angst und Schrecken

Abgelegt unter: Zeit ist Geld — Paul Boegle @ 20:46

Zuwanderer drängen nach Europa

Eine völlig verzweifelte Gruppe Wanderarbeiter versucht in Europa Fuss zu fassen.Bedingt durch die zunehmende Rezession, welche sich zu einer globalen Katastrophe sondergleichen zu entwickeln scheint, drängen nun vermehrt Wanderarbeiter aus dem benachbarten Ausland, aber auch von Übersee nach Europa. Hauptsächlich ungelernte Arbeitskräfte sehen auf dem europäischen Arbeitsmarkt ihre Chance auf ein gesichertes Einkommen. Waren früher hauptsächlich Frauen, ethnische Minderheiten und farbige Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, nimmt die Weltwirtschaftskrise nunmehr keine Rücksicht auf Hautfarbe, Religion oder Geschlecht.

Bildquelle: Bundeskanzlerin.de

An der ungarisch-österreichischen Grenze wurde vergangene Nacht nun wieder eine Gruppe Wanderarbeiter aufgegriffen, welche über die sogenannte “grüne Grenze” nach Österreich wollten. Da die wenigsten von ihnen jedoch deutsch sprechen, kann nur vermutet werden, dass sie von einer skrupellosen Schlepperbande ausgesetzt und erbarmungslos ihrem Schicksal überlassen wurden. Weiterhin waren die meisten von ihnen so verängstigt, dass sie auf Fragen der zuständigen Beamten keine brauchbaren Antworten gaben und geben wollten.Zwei Wanderarbeiter berichten von ihrem erschütternden Schicksal.

Dem Wanderreporter Paul Bögle vom Blog “Eine Meinung - meine Meinung - keine Meinung” gelang es nichtsdestotrotz, exklusive Fotos dieser unterprivilegierten und bedauernswerten Menschen auf ihrer Suche nach ein bisschen Glück zu machen. Und erfreulicherweise stellten sich zwei Wanderarbeiter aus der Gruppe zur Verfügung, aus ihrem Leben zu plaudern. Allerdings möchten die beiden aus Gründen des Datenschutzes und aus Angst vor Repressalien und Verfolgung unerkannt bleiben. Deshalb wurde ich gebeten, die Gesichter der beiden Hilfesuchenden unkenntlich zu machen und bin natürlich dem Wunsch auf Intimität gerne nachgekommen. Die Namen sind der Redaktion bekannt, wurden aber geändert. Nennen wir sie also Frau A und Herr B oder A und B-Hörnchen oder ganz einfach Frau Angela und Herr Barack, damit sie weiterhin unbehelligt durch ihr von Armut und Ausgrenzung bestimmtes Leben schreiten und wandeln können.

Bildquelle: Kopten ohne Grenzen

Bin ich die meiste Zeit in manchen Augen vielleicht polemisch, unseriös und bewege mich mit einigen meiner veröffentlichten Artikel sozusagen in der untersten Schublade, möchte ich zum Abschluss die Gelegenheit nutzen, nun auf jene Menschen, besonders junge Menschen und vor allem Kinder aufmerksam machen, welche eine Aktion “Menschen im Kot” dringend notwendig hätten, wenngleich sicherlich unter anderem Namen. Und dieser Aufruf oder vielmehr Appell ist ein vollkommen ernstgemeinter und dazu gedacht, vielleicht bereits jetzt und nicht erst zur Weihnachtszeit auf jene aufmerksam zu machen, welche auch die anderen 364 Tage des Jahres unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Deshalb bitte ich Sie, sich den kurzen Artikel Eis-Zeit durchzulesen. Und bitte schalten Sie dazu die Musik ein.  

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