Google sucht Suchmaschinen-Probanden
Werden Sie eine Google Suchmaschine
Der enorme Bedarf an neuen Suchmaschinen hat Google nun zu einer ungewöhnlichen Massnahme greifen lassen “Help us! If you are interested to become a new Human Google Search Engine please contact Google.” Google sucht also neue Suchmaschinen in Form menschlicher Schnüffelnasen. Der Hauptgrund für diese ungewöhnliche Werbeaktion dürfte sein, dass durch das enorme Aufkommen täglicher Suchanfragen sämtliche im Einsatz stehenden Robots, Crawler und Spider völlig überlastet sind und bereits weit am Limit ihrer Kapazitätsgrenzen angekommen sind.
Gerade in den Sommermonaten steht Google vor dem altbekannten Problem, dass die hausinternen Suchmaschinen ihren Urlaub in Ländern verbringen, welche durch fehlende oder unausgereifte Internettechniken keinen Zugang zum World Wide Web ermöglichen. Gerade Billig-Urlaubsländer wie China, Nordkorea, der Iran oder das bei Pauschaltouristen sehr beliebte Eritrea sehen sich im Moment ausserstande, sämtliche Suchanfragen zu verarbeiten (siehe Rangliste der Billigurlaubsländer von Reporter ohne Grenzen).
Doch um eine Google-Suchmaschine zu werden, bedarf es mehr als nur eines richtigen Riechers. Potentielle Probanden werden von Google anhand eines sehr langwierigen und rigoros selektiven Auswahlverfahrens auf Eignung und Tauglichkeit getestet. Nur wer beweisen kann, dass sie/er noch niemals im Internet-Leben Yahoo oder Bing für die eigene Suche genutzt hat, kann sich berechtigte Hoffnungen als menschlicher Google-Spider machen. Schon eine einzige Information, welche mit Yahoo zustande kam, führt zur Abwertung und wird im Google-Jargon als sogenannte Yahoo-Yippie-Yeah-Schweinebacke bezeichnet. NutzerInnen, welche sich durch die Verwendung von Bing outen, brauchen sich ebenfalls keine allzu grossen Hoffnungen einer zukünftigen Karriere als “Human Search Engine” im Dienste von Google machen. Dieser Bing Big Bang oder auch Bing Virtual-Blasenkatarrh, um wieder den offiziellen Google Terminus technicus zu verwenden, hat hoffnungsvollen Suchmaschinen-Nachwuchstalenten in der Vergangenheit sämtliche Zukunftchancen verbaut.
Wer aber reinen Gewissens ist, sollte durchaus in Betracht ziehen, sich als Suchmaschine in Diensten von Google eine neue Existenz aufzubauen. Sei es vielleicht nur als zweites Standbein, um sich ein paar Euro nebenher zu verdienen oder seine freie Zeit sinnvoll zu verbringen. Suchanfragen dienen schließlich auch unserer Bildung und fördern das Herausbilden versteckter semiotischer Fähigkeiten und Erkennen syntaktischer sowie semantischer Zusammenhänge unserer Sprache. Und wer weiss: Vielleicht sind Sie der zukünftige Stern am Spider-Himmel und können sich Ihr eigenes menschliches Suchmaschinen-Imperium aufbauen? Werben Sie Menschen an, die wiederum für Sie als menschliche Suchmaschinen arbeiten. Eröffnen sie eine eigene Suchmaschinen Personalleasing Firma. Stecken Sie fremde Nasen gegen Bezahlung in anderer Leute Angelegenheiten und kassieren sie dafür gutes Geld.
Im neu errichteten Google Epizentrum In Lummerland (GEIL) wurde nun der Probanden-Probebetrieb aufgenommen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und Ausschluss der Öffentlichkeit fand ein erstes Auswahlverfahren statt. Aber trotzdem ist es dem Blogger Paul Bögle gelungen, bekannt aus Funk und Fernsehen als der ”Freie Zeit-Krepierer”, sich unter die Kandidaten zu mischen und an den umfangreichen Testreihen teilzunehmen.
Warnung: Die folgenden Aufnahmen aus dem GEIL zeigen teilweise dramatische Aufnahmen, welche für zartbesaitete Gemüter zu bleibenden seelischen Schäden führen können.
Staatsbedienstete, welche durch ihren täglichen zermürbenden nervenaufreibenden aussichtslosen Kampf gegen das organisierte Verbrechen gezwungen sind, ihre Nase gegen wenige läppische Cent zu verdingen. Ehemalige Wallstreet-Broker, jeglicher Millionen beraubt, sehen im Fahrwasser von Google ihre allerletzte Chance, die eigenen Goldreserven wieder auf ein erträgliches Maß aufzustocken. Alte Menschen blicken dank Google wieder hoffnungsvoll in die Zukunft, sehen in der Chance als zukünftige Suchmaschine ein kleines Zubrot zur ohnehin schon kümmerlichen Mindestpension.
Sehen Sie deshalb exklusiv und nur hier die authentischen Fotos der Eingangstests zur menschlichen Google Suchmaschine.
Ehemalige Broker der New Yorker Wallstreet schnitten bei den Google Suchbegriffen “Gier” und ”Betrug” am besten ab. Besonders der Herr in der Mitte glänzte mit Einsatzwillen und Fachwissen. Während den Damen in Folge der getragenen Gummistiefel einige Goldklumpen entgingen, ertastete der Geldhai inmitten seines natürlichen Lebensraumes das kleinste Goldnugget mit seinen Zehen und witterte das Testosteron gutgläubiger Anleger kilometerweit. (Bildquelle: Welt online: Krise? Dann suchen Sie sich Ihr Gold doch selbst!)
Gerade für die ältere Generation stellt die Teilzeitarbeit als menschliche Google Suchmaschine eine ideale Freizeitbeschäftigung dar. Während andere auf dem Sterbebett liegen, surfen rüstige PensionistInnen auf der Welle des Erfolgs. Hier sehen wir das Ehepaar Gabriele und Paul Bögle, wie sie die gestellte Aufgabe, die Suche nach dem Begriff “Himmelfahrtskommando”, mit Bravour meistern. Google war von den beiden Pensionisten so begeistert, dass sofort ein lukrativer Zwei-Tage-Vertrag winkte. Auf die Frage “Warum nicht länger?” antworteten die GEIL-Spechte freundlich: “Auch Sterben will geplant sein!”
Bildquelle: Balance-Verlag
Die wohl schwierigste Prüfung beim Eignungstest als menschliche Google Suchmaschine stellte die Suche nach Synonymen für die Begriffe “Prügel” und “Eskalation” dar. Nur wer hier absolut fit war und durch kreatives Denken und Handeln zu überzeugen
wusste, konnte ein brauchbares Google-Werkzeug werden. Sage und schreibe 746 unterschiedliche Varianten für “Prügel” und unvergleichliche 1899 Möglichkeiten für “Eskalation” fand der Herr innerhalb von 0,3 Millisekunden. Die Kraftanstrengung war aber dann unverkennbar und so sank der Probant völlig entkräftet und erschöpft am Arbeitsplatz nieder und musste durch geeignete Notfallmassnahmen zurückgeholt werden. Doch selbst das konnte ihn nicht abhalten, im Anschluss daran die Bundesgartenschau 2010 in Stuttgart (offizieller Name: Stuttgart 21) zu besuchen. (Bildquelle: Blogrebellen)
Sie fühlen sich dazu berufen, eine Laufbahn als menschliche Google Suchmaschine zu starten? Dann schreiben Sie an Google und bewerben Sie sich. Die Adresse finden Sie unter Yahoo und Bing.

